Handout-Vorstellung Teil 5: Leuchtendes Wasser

Hier ist wieder ein Artikel, in dem ich euch ein von mir genutztes Handout vorstellen möchte. In einem Prequel-Abenteuer zur Lichtsucher-Runde sollte eine von den Spielern geführte Räubergruppe zum Kampf gegen eine dämonische Gestalt einen Phosphoros finden. Dazu hätte ich die Idee, dass es doch möglich sein muss, diesen am Tisch als Handout präsentieren zu können.
Beste Möglichkeit, so fand ich nach ein wenig Internet-Recherche raus, ist es Knicklichter zu verwenden. Dabei ist darauf zu achten dickere Knicklichter (wie diese hier zu verwenden und nicht die dünne Partyvariante). Ich habe fünf von ihnen genutzt. Diese dann ausgelöst und mit einem Messer angeschnitten, so dass ich die reagierende Flüssigkeit in eine dekorative Glasflasche füllen konnte. Dabei ich es kaum zu vermeiden, dass auch Splitter der Glasbehälter in dem Knicklicht mit ausgegossen werden. Wenn man das verhindern möchte, dann sollte man noch ein Sieb nutzen (nachher sehr gut spülen, wenn man es noch für Lebensmittel benutzen möchte).
Am besten trägt man Einmal-Handschuhe, wenn man mit der Flüssigkeit der Knicklichter hantiert, um zu vermeiden, dass sie an die Hand – und von da aus an ganz andere Stellen – kommt.

Das Licht kommt natürlich umso besser zur Geltung, je dunkler es in dem Raum, wo man es einsetzt, ist. Das Ergebnis bei uns sah so aus:

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Robert Harris – Konklave: Ein Lesetippe zur Quanionsqueste

Ich hatte hier schon geschrieben, dass ich durch Bücher (aber auch andere Medien) viele Ideen und Inspiration für meine Abenteuer nehme. So war auf meiner Leseliste – deren Abarbeitung ich hier dokumentiere – ein Buch gelandet, welches mein Interesse wegen seiner thematischen Nähe zur Quanionsqueste geweckt hat
Robert Harris – Konklave
Das Buch beschreibt eine fiktive Papstwahl. Die Personen sind dabei alle frei erfunden, jedoch in den aktuellen Kontext gesetzt.
Die Bewertung des Romans ist eher mittelmäßig, ich fand ihn jedoch mit meinem gewählten Fokus, ihn als Inspiration für die Quanionsqueste zu nutzen unglaublich gut. Denn das, was viele normale Leser als Schwäche sehen, betrachte ich als Stärke, um ihn als Inspirationsquelle zu nutzen – die fehlende Glaubens- und Kirchenkritik. Der Roman dreht sich um die Teilnehmer der Konklave und andere langjährige und meist hohe Kirchenmitglieder, was bedeutet, dass alle einen (mehr oder weniger) festen Glauben an Gott und die katholische Kirche haben und ihnen dienen. Für mich bedeutete dieses mir ein guten Bild machen zu können, wie sich solche Menschen verhalten. Wie verhalten sich Menschen, die bei der Wahl glauben, dass ihre Abstimmung von dem Heiligen Geist gelenkt wird? Wie versuchen sie den Willen Gottes herauszufinden? Schön beschrieben ist auch, dass die Personen die Richtung der Kirche in Frage stellen, aber niemals Gott selber. All dies lässt sich wunderbar auf das Ausspielen der vielen Geweihten NSCs übertragen, die sich während der Queste ja in einer ähnlichen Situation der Richtungssuche befinden und so den Figuren hoffentlich mehr Tiefe geben.
Es stellt sich natürlich die Frage, ob man auch die Handlung adaptieren kann. Da bin ich mir noch nicht sicher. Ich sehe die Praioskirche nicht als Kopie der katholischen Kirche und mit wichtigen Unterschieden. Auch wenn Intrigen, Mord und Schiebungen bei der Wahl eines neuen Boten des Lichts bestimmt eine spannende Handlung ergeben würden, so würde es meinem Bild der Praioskirche stark wiedersprechen. Denn Praios selbst prüft die Geweihten bei der Weihe und gibt sie ihnen nur, wenn sie würdig sind. Eine Kirche voller intriganter Egomanen, die ständig die Werte und Gebote der Gottheit übertreten, lässt Praios doch recht schwach wirken. Da der Gott ihnen als Reaktion das Karma abdrehen könnte, wäre es noch seltsamer, wenn keiner der Kirchenoberen auch nur die kleinste Liturgie sprechen kann. Dennoch ist die Handlung des Romans soweit ein guter Ideengeber, dass die Aktionen der Parteien nicht allzu abgehoben sind. Kein Mord, kein populistischer Wahlkampf, sondern normale Dinge, die über Sieg oder Wahlniederlage entscheiden.

Fazit
Unter normalen Gesichtspunkten ist es kein Buch, welches man unbedingt lesen muss, aber wer eine gute und unterhaltsamen Inspirationsquelle sucht, wie man tiefgläubige Personen in hohen Kirchenämtern darstellen will, der sollte einen Blick in das Buch riskieren.

Die Hochzeit zu Klippag

Es haben sich wieder einmal meine Spieler und ich zusammengefunden, um das nächste Kapitel der Lichtsucher-Kampagne zu bespielen. Die Handlung führte die Charaktere auf eine Hochzeit, die rund um ein von der Praioskirche veranstaltetes Turnier stattfand. Zudem finden sich auch Spuren des offiziellen Szenarios Schweigen ist Gold.

Mit dabei waren:

Ihre Gnaden Ariadne Yanis von Rodiak zu Gernebruch, das Schwert der Kirche Araschar

Ihre Gnaden Birsel von Binsböckel, bodenständige und einfühlsame Meisterin des Exorzismus

Seine Ehrwürden Armengo Brás di Balligur, altersloser Mystiker, den Visionen quälen

Seine Hochwürden Schelacharwin Praiotius von Kaldenberg, streitbarer Rechtsgelehrter mit Paranoia

Seine Exzellenz Bonnaro Trequona Berlînghan, umtriebiger Kirchenpolitiker mit großen Ambitionen

Ihre Liebden Arva-Lucia von Firdayon-Bethana, tatkräftige Prinzessin des Horasreichs

 

19. Rahja 1032 BF, Gareth, Priesterkaiser-Noralec-Sakrale

Nachdem die Lichtsucher nach den Ereignissen in der Goldenen Stadt dem Wahnsinn anheim gefallen waren und sich ihr Zustand nur langsam in verschiedenen Hüter- oder Noionitenklostern gebessert hat, treffen sie sich nach fast zwei Jahren endlich wieder. Das Schwert der Kirche hat sie alle nach Gareth eingeladen, um von dort aus mit ihr nach Klippag zu reisen, wo ihre Schwester Sari von Rodiak den dritten Sohn des Vogts Radulf von Elenvina – Wunnemar – ehelichen soll. Ariadne, die ihre Heimat seit Jahren nicht mehr betreten hat, sorgt sich, dass ihre Schwester nicht freiwillig den Bund der Ehe eingeht und will sich selbst ein Bild von der Situation machen. Das ist ihr aufgrund des Turnierfriedens des Sonnenturniers möglich, das gleichzeitig in Klippag stattfindet. Der Wettbewerb wurde lange Jahre nicht mehr ausgerichtet und soll nun den Nachfolger der amtierenden Kapitänin der Sonnengarde, Lichthüterin Rudschwina von Drachenstein ermitteln, die den Posten aus Altersgründen aufgeben will.

 

20. Rahja 1032 BF bis 06. Praios 1033 BF – Reise nach Klippag

Die Lichtsucher reisen von Ferdok über den großen Fluss gen Nordmarken. Das letzte Stück der Reise führt die Gruppe mit einer Kutsche durch ein Wäldchen. Kurz vor Klippag treffen sie auf eine Jagdgesellschaft, die vom Kronprinzen der Nordmarken, Hagrobald vom Großen Fluss und dem Vogt Klippags, Radulf von Elenvina, angeführt wird. Die beiden Männer, die einem zusammengebrochenen Jagdhund namens Rondrigan gefolgt sind, zeigen sich überrascht von der Ankunft der gesuchten Ariadne, respektieren jedoch den Turnierfrieden. Der erschöpfte Hund wird auf eine Stute namens Rohaja gehoben. Dem jovialen Hagrobald flüchtet ein weiterer Jagdhund namens Storko, der mit einem angesengten Knochen zurückkehrt – es ist der Unterschenkelknochen eines Menschen. Ariadne und Bonnaro entdecken etwas abseits der Straße eine erloschene Feuerstelle, die weitere Knochen eines offensichtlich zerteilten und verbrannten Körpers enthält. Schelacharwin und Lucia folgen einer Pferdespur, die sich jedoch im Wald verliert und übergeben ein gefundenes Hufeisen Radulf.

In Klippag besuchen die Gefährten zunächst den Quanionstempel, in dem der berühmte Owilmarsgong, der eigentlich im Gleichklang mit dem Gong in der Stadt des Lichts in Gareth schlägt, seit dem Verschwinden des Ewigen Lichts schweigt. Eine Statue des Heiligen Quanion und bosparanische Inschriften an allen vier Wänden schmücken den Tempel.

Nordwand: vox vocet – dvx docet – lvx lucet — Die Stimme rufe – der Herrscher lehrt – das Licht leuchtet

Ostwand: vox mea sonat dum apparet mea lvx — Meine Stimme erklingt während mein Licht erscheint

Südwand: vox mea magnificat lvcem meam — Meine Stimme preise mein Licht

Westwand: vox mea sonet absit mea lvx — Meine Stimme erklinge und sei mein Licht auch fort

Die Vorsteherin des Tempels, ihre Hochwürden Lichthüterin Praiadne Kleehaus, begrüßt die Besucher und informiert sie bezüglich der Teilnehmer und Gäste des Sonnenturniers. Weiterhin erfahren die Lichtsucher, dass der nicht mehr nur stellvertretende Großinquisitor Gerowin von Hochheide nicht nur bei dem Turnier anwesend ist, sondern auch derjenige sein wird, der Sari von Rodiak mit Wunnemar von Elenvina verheiratet.

 

Teilnehmerfeld des Sonnenturniers:

Ihre Ehren Rovena Greifenpranke – Sonnenlegionärin, Braniborierin

Seine Ehren Wahnfried von Winterkalt – Bannerführer der Bannstrahler, Traditionalist

Seine Gnaden Celio Praiolob – Praiosgeweihter, Anhänger Lechmin von Hartsteens > Braniborier

Ihre Hochgeboren Neunhild von Wolkenstein – streitet für die Gräfin Solaria von Ehrenstein

Ihre Gnaden Aurana – Greifenreiterin, Traditionalistin

Praiwin von Gareth – Magier der Akademie der Magischen Rüstung, der mit Eisenkragen auf seine Purgation wartet

Seine Hochgeboren Darian Quendan von Rodiak – Ariadnes Bruder, streitet für Solaria von Ehrenstein (erfahren die Lichtsucher später)

Seine Wohlgeboren Nösbert von Waidmoos – weidener Ritter ehrenhalber zu Spornstein, die „Lawine von Trallop“

Ihre Hochwürden Lechmin Lucina von Hartsteen, Legatin, Braniborierin

Ihre Gnaden Ariadne Yanis von Rodiak zu Gernebruch

Seine Hochwürden Schelacharwin Praiotius von Kaldenberg

Seine Gnaden Praiotius Wiesenhügel – Lichtbringer, Schelacharwins Sohn

Seine Hochwürden Goswyn von Wetterau – Lichthüter

Auf dem Turnierplatz stürzt sich Schelacharwin sogleich an der Seite ihrer Hochwürden von Hartsteen in eine Diskussion mit dem Legalisten Praiowin von Orkenfeld um die Glaubensgrundsätze der Braniborier zu verteidigen, die er in seiner Zeit im Kloster Arras de Mott auf ein theoretisches Fundament gestellt hat. Lucia, die sich daran erinnert, dass Birsels Vater einst von Nösbert Waidmoos als einen Mann aus ihrer Vergangenheit berichtete, dem seine Tochter aus dem Weg geht, befragt Birsel neugierig zu ihm. Als Birsel auf den überraschten und hocherfreuten Nösbert trifft, erfahren ihre Gefährten im Anschluss darauf die Hintergründe der Beziehung. Nösbert ist allerdings über die Maßen erfreut darüber Birsel zu sehen und will ebenfalls am Turnier teilnehmen, da er doch „auch eine ehrliche Haut“ sei.

Gemeinsam mit Brás suchen die Lucia und Schelacharwin Burg Klippag auf, während Ariadne, die gedenkt am Turnier teilzunehmen, mit Birsel und Bonnaro ein Turnierzelt bezieht. Lucia treibt sich in Verkleidung einer Dienerin in der Burg herum um Informationen über Ariadnes Schwester Sari zu erlangen und lernt die Bedienstete Girte Gerfried und ihren übergriffigen Ehemann Elko kennen. Währenddessen werden Schelacharwin und Brás von den Burgherren und Ariadnes Familie empfangen, da die beiden auf der Burg nächtigen möchten. Später sucht Sari von Rodiak selbst das Gespräch mit Brás und Lucia. Die beiden erfahren, dass sie schwanger ist, sich aber entgegen Ariadnes Befürchtungen frei bewegen kann und plant Ariadne am nächsten Tag auf dem Turnierplatz zu besuchen.

 

Familie von Braut und Bräutigam:

Ihre Wohlgeboren Beregris von Elenvina, Edle

Seine Hochgeboren Darian Quendan von Rodiak, Baronet, Ariadnes Bruder

Seine Wohlgeboren Halwarth von Elenvina, Edler

Ihre Hochgeboren Mirya von Rodiak, Baronin, Ariadnes Mutter

Seine Wohlgeboren Radulf von Elenvina, Vogt

Ihre Gnaden Sari von Rodiak, Mentorin, Braut, Ariadnes Schwester

Ihre Hochgeboren Wiltrud von Rodiak-Tobelsberg, Baroness, Darians Gemahlin

Seine Hochgeboren Wulfhard Ernbrecht von Rodiak, Baron, Ariadnes Vater

Seine Wohlgeboren Wunnemar von Elenvina, Edler, Bräutigam

 

7. Praios 1033 BF

In der Nacht werden Brás und Schelacharwin in der Burg von Schreien geweckt. In den Gesindekammern zeugen Blut und verängstigte Bedienstete von einem Angriff, der von den Augenzeugen einem Schwarzen Schrecken angelastet wird. Elko wird befohlen die Burgherren zu wecken, während seine Frau nach Birsel geschickt wird, deren Wissen um dämonische Umtriebe von Nutzen sein mag. Es dauert etwas, die Exzorzistin aufzutreiben, da sie ihr Wiedersehen mit Nösbert mit reichlich Bier und Bärentod begossen hat, doch schließlich finden sich alle bis auf Lucia in der Burg ein. Ein weiterer Bediensteter kommt zu Tode, als Brás endlich einen dunklen Schatten im Gang ausmachen kann, den er und Schelacharwin stellen und vernichten kann.

Der Morgen ist bereits angebrochen und die erste Runde des Turniers steht an. Als die drei beobachten, dass Bonnaro Ariadne vor ihrem ersten Kampf ein Zeichen seiner Gunst gibt, fragt Lucia Birsel ob sie es je bereut hat Nösbert nicht einfach trotz der widrigen Umstände geheiratet zu haben.

 

Das Turnier

Alle Kämpfer werden in zwei Gruppen eingeteilt. Innerhalb dieser Gruppen absolviert jeder Kämpfer mindestens drei Kämpfe. Dabei muss er mindestens einmal selbst einen Gegner fordern und einmal gefordert werden. Zum Einzug in das Achtelfinale sind drei Siege in einer nicht definierten Anzahl Kämpfe notwendig. Die vier ersten mit drei Siegen sind die Gruppensieger.

 

Gruppe 1

Schelacharwin

Ariadne

Aurana

Rovena

Praiwin von Gareth

Wahnfried von Winterkalt

Celio

 

Gruppe 2

Darian

Nösbert

Lechmin

Neunhild

Praiotius

Goswyn

 

Als Sieger aus der Gruppenphase gehen hervor:

 

Sieger Gruppe 1

Schelacharwin, Aurana, Ariadne, Rovena

 

Sieger Gruppe 2

Darian, Nösbert, Lechmin, Neunhild

 

Nach den Kämpfen kommt es zur bittersüßen Familienzusammenführung derer von Rodiak. Das Wiedersehen der Schwestern verläuft alles andere als harmonisch. Auf Nachfrage berichtet Sari, freiwillig in den Nordmarken zu sein. Sie bekam Briefe, dass es ihrer Familie sehr schlecht ginge und wollte helfen. Daher zog sie in die Burg ein. Zwar behauptet Sari aus freiem Willen Wunnemar zu ehelichen, gibt auch an, dass er der Vater ihres ungeborenen Kindes ist, doch ihre Zwangslage ist ob der miserablen Situation der Familie, die sie durch die Heirat zu verbessern versucht, offensichtlich. Zudem gibt sie Ariadne die Schuld an der Situation und hatte Reue und eine Entschuldigung erwartet, die Ariadne ablehnt. Nachdem Sari davon gestürmt ist, nicht ohne fallen zu lassen, dass sie wünschte, Ariadne nie eingeladen zu haben, trifft zu allem Überfluss auch noch Ariadnes Bruder Darian ein, der die Vorwürfe Saris in schärferem Tonfall wiederholt und zudem sauer ist, dass Ariadne Sari zum Weinen gebracht hat. Er will Sari dazu bringen, dass sie die Einladung Ariadnes zur Hochzeit widerruft. Ariadne bleibt erschreckend ruhig und richtet ihre Gedanken auf das Turnier, während Lucia und Birsel ihr Beistand leisten.

Am Abend findet der sogenannte Rabbatz-Abend statt, zu dem schon Graf Hagrobald die Gefährten eingeladen hatte. Das berühmte Klippager Bier, dass die Brauerin Mafalda Zweifeld persönlich auf die Burg bringt, kommt verspätet an und auf dem Burghof verfolgen und piesacken zwei Kinder, die sich als die Zwillinge von Girte und Elko herausstellen, Saris Tochter Canyzeth von Rodiak-Trutzbacher. Schelacharwin maßregelt die Kinder.

Ariadne steht etwas abseits und wird von ihrem Vater angesprochen. Der ist bereits betrunken – das ist er zuletzt oft, wie Ariadne ja weiß. Er legt dem Schwert der Kirche nahe sich bei Herzog Jast Gorsam zu entschuldigen. Immerhin habe sie fehl getan und es gehöre sich, sich dafür zu entschuldigen. Der treuherzige Nordmärker ist der festen Überzeugung, dass dies etwas ändern würde. Ariadnes eher kühle Antworten verleiten ihn schließlich dazu ihr an den Kopf zu werfen, sie sei nicht einmal für Vernunft zugänglich, aber nun könne er sich nicht mehr vorwerfen es nicht versucht zu haben. Dann lässt er sie einfach stehen. Sie sieht noch nachdenklicher ausals zuvor.

Danach darf sich Ariadne eine Litanei Gerowins anhören. Er selbst zählt sich der Strömung der Traditionalisten zugehörig und versucht dem Schwert der Kirche zu erklären, dass auch sie sich für eine der Säulen der Kirche entscheiden müsse. Der Großinquisitor lässt ebenfalls fallen, dass er Ariadnes Bruder Darian unterstützt, da dieser im Turnier für Solaria von Ehrenstein streitet. Darian erhofft sich davon Handelserleichterungen für die heimatliche Baronie. Ariadne versucht sich vom Großinquisitor nicht zu Aussagen hinreißen zu lassen, die dieser gegen sie verwenden kann. Ihre mangelnde Auskunftsfreude beendet den Tanz der beiden alsbald.

Mit dieser neuen Information überlegt Ariadne, wie sie sich im Turnier verhalten soll. Sollte sie Darian gewinnen lassen, um ihrer Familie so zumindest etwas Gutes tun zu können? Oder sollte sie verhindern, dass die Traditionalisten ein solch wichtiges Amt wie das der Kapitänin der Sonnengarde für sich einnehmen können?

 

8. Praios 1033 BF

Das Finale des Turniers beginnt.

 

Achtelfinale:

Ariadne vs. Lechmin

Schelacharwin vs. Nösbert

 

Aurana vs. Neunheld

Rowena vs. Darian

 

Halbfinale:

Ariadne vs. Schelacharwin

Aurana vs. Darian

 

Als der Halbfinalkampf der beiden Lichtsucher gegeneinander ansteht, beginnt Schelacharwin eine Rede. Darin betont er die Bedeutung der Position, die es hier neu zu besetzen gilt. In der ihm eigenen Art dauert seine Ausschweifung eine Weile, bis er zum Punkt kommt: Er tritt vom Kampf zurück, da er findet, dass Ariadne die Position deutlich besser und eher im Sinne der vormaligen Kapitänin – die sich stets aus kircheninternen Querelen herausgehalten hat – ausfüllen könne. Ariadne, die mit einer der üblichen Ansprachen Schelacharwins gerechnet hatte und sich daher auf den bevorstehenden Kampf und nicht auf seine Worte konzentriert hat, wird davon etwas überrumpelt. Sie wird unter Applaus für Schelacharwins Worte zur Siegerin des Kampfes erklärt.

Darian und Aurana kämpfen gegeneinander und überraschend siegt Ariadnes Bruder über die Favoritin. Dabei verletzt er sich jedoch den Arm. So steht das Finale fest: Ariadne wird gegen ihren Bruder um den Titel kämpfen.

Währenddessen befragen Lucia und Brás die Magd Girte. Ihr Mann Elko, der in der Nacht, in der der Schwarze Schrecken umging, geschickt wurde um die Burgherren zu wecken, gesteht, dass er zunächst in den Thronsaal flüchtete und dort eine Gestalt im Kapuze ins Nichts verschwinden sah. Im Thronsaal wirft Brás einen Blick auf Madas Welt und erkennt zu seiner Überraschung, dass das große Wappen Klippags, das in den Stein der Rückwand geschlagen ist, astral durchdrungen ist.

Kurz vor dem Finale belauscht Lucia Gerowin und Darian und hört, dass Gerowin trotz eigener Bedenken einen Märtyrersegen auf Darian spricht. Gerade als er Darian warnt, dass er mit seinem Hass auf Ariadne einen gefährlichen Weg beschreitet, bemerkt er Lucia, schickt Darian auf den Turnierplatz und hält sie auf, damit sie diese Information nicht an Ariadne weitergeben kann. Lucia vermutet, dass es unabhängig vom Ausgang des Kampfes ein Sieg für Gerowin wäre. Selbst wenn Ariadne siegen würde, wäre Darian tot und der Makel der Brudermörderin würde am Schwert der Kirche haften. Obwohl Gerowin sie außer Rufreichweite hält, kann sie Bonnaro die Information mittels einiger Atak-Handzeichen übermitteln, der Ariadne sogleich darüber aufklärt, dass sie Gefahr läuft, ihren Bruder zu töten.

Dieser war in der Zwischenzeit auch bereits aufgefallen, dass ihr Bruder nicht nur viel dazugelernt hat, seit sie ihn das letzte Mal sah, sondern auch erstaunlich erholt ist für die Verletzungen, die er sich im Halbfinale zuzog. Auf Bonnaros Zuruf hin ist sie daher nur zu bereit, Darian zu entwaffnen, was ihr auch gelingt. Eine kleine Weile schlagen sich die Kombattanten ohne Waffen, bis Darian von von Orkenfeld eine neue Klinge gegeben wird. Obwohl ihre Hiebe ihn längst hätten niederstrecken müssen, steht Darian nach wie vor und ohne das Wissen, was ihn genau auf den Beinen hält, ist es dem Schwert der Kirche ein zu großes Risiko, ihren Bruder womöglich in diesem Kampf zu töten. Immer wieder fordert sie ihn daher auf, aufzugeben, da sie ihm mit der Waffe nach wie vor überlegen ist. Als er sich trotz ihres Flehens weigert aufzugeben, hört Ariadne auf zu attackieren und pariert seine Schläge nur noch. Schließlich greift Sonnenmarschall Praiowin von Orkenfeld ein und beendet den in seinen Augen unwürdigen Kampf wütend. Ariadne ist getroffen, die anderen Lichtsucher bekräftigen sie jedoch in ihrer Entscheidung, nicht ihren Bruder töten zu wollen.

Schelacharwin klärt auf Bitten der anderen hin den Sonnenmarschall über den wirkenden Märtyrersegen auf und von Orkenfeld zieht sich zurück um sich mit anderen zu beraten. Nicht jedoch ohne anzuordnen, dass Schelacharwin Ariadne über den Heilungssegen aufkläre – in Theorie und Praxis. Der Sonnenmarschall betrachtet Ariadnes Verhalten als mangelndes Vertrauen in die göttlichen Kräfte.

Brás befragt derweil Elko, der ihm gesteht, er sei in der Nacht zuvor nicht direkt zum Vogt gegangen, sondern aus Angst vor dem Schatten in den Thronsaal geflohen, wo er eine Gestalt gesehen hat, die vor einem Steinrelief des Stadtwappens einfach so verschwunden ist. Danach sucht er den Großinquisitor, um ihn über die Gestalt in Kenntnis zu setzen, die sich im Thronsaal aufhielt. Seine Eminenz von Hochheide überträgt ihm sogleich die Weisungsbefugnis in den Ermittlungen, da auf der Burg bald die Hochzeit der Baroness Sari von Rodiak und des Edlen Wunnemar von Elenvina stattfinden soll. Daraufhin untersucht Brás das Relief im Thronsaal stellt dabei mittels Sicht auf Madas Welt fest, dass Magie darauf liegt. Nach Absprache mit dem Großinquisitor bittet er die Braut darum, die Feierlichkeiten in der Kapelle um eine Stunde zu verschieben. Danach schickt er mittels Göttlicher Verständigung eine Nachricht an den Praiostempel in Elenvina und fordert Hilfe aus der Akademie der Herrschaft an.

Anschließend spricht er mit Sari von Rodiak. Er weiß, dass sie die Weihe der Hesinde empfing und hofft, dass sie trotz ihrem Lebenswandel immer noch die Kraft der Mutter der Weisheit innewohnt und sie ihm mehr zum Wappen sagen kann. Doch zunächst schlägt er ihr vor die Hochzeit zu verschieben, da er einen Angriff während der Zeremonie fürchtet. Als Sari jedoch die Canyzeth-Kapelle der Burg betritt und die Anwesenden über die Pläne informiert, wird sie von einem bärtigen Mann mit Kapuze mittels Transversalis entführt.

Noch während die Nachricht der Entführung der Braut die Kunde macht, trifft die Spektabilität der Elenviner Magierakademie ein, die es sich offenbar nicht entgehen lassen konnte zu erfahren, warum sie von Praioten angefordert wurde. Sie analysiert das Wappen und informiert Brás, dass es sich um eine jahrhundertealte gildenmagische Verzauberung handelt. Den Auslöser kann sie in der Kürze der Zeit nicht ermitteln und mehrere Versuche schlagen fehl.

Bonnaro beginnt im Praios-Tempel vor der Quanionsstatue inbrünstig zu beten. Zögernd stimmt die ihm gefolgte Lucia ein. Schließlich treffen sie auf Lumin Ehrwald, der ihnen einige Schriftstücke aus der Bibliothek des Tempels zeigt. Eines der Dokumente beschreibt die Verbrennung zweier Dämonenanbeter und eines Magiers, sowie die Errichtung des Owilmarsgongs zur Zeit der Priesterkaiser. Das andere beschreibt die Pilgerströme zum Gong und lässt darauf schließen, dass zumindest einer der verbrannten „Dämonenanbeter“ ein Hesindegeweihter gewesen sein könnte. Auch erfahren die Lichtsucher, dass die Familie der Braumeister Zweifeld das Stadtwappen im Thronsaal gestiftet haben.

Dementsprechend erscheint ihre Nachfahrin, die noch immer dem Brauhandwerk nachgeht, eine Anlaufstelle für Informationen. Mafalda Zweifeld weiß, dass ihre Familie das Wappen gestiftet hat. Von einer darauf liegenden Magie will sie aber nichts wissen. Von der Angst um ihre Schwester beflügelt will Ariadne nichts auf das Wort der Brauerin geben und belegt sie mit einem WORT DER WAHRHEIT, noch bevor sie von jemand anderem weiter befragt werden kann – Schelacharwin und Brás hatten tatsächlich Zweifel an ihren Worten. Berechtigte, wie sich dann herausstellt, als die Kraft des Götterfürsten die Frau trifft. Keuchend wirft sie sich zu Boden und greift in ihre Tasche. Reaktionsschnell zertrümmert Lucia ihren Ellbogen mit einer Kugel aus ihrer Balestra, woraufhin eine kleine Tonkugel zu Boden fällt, die von Birsel gesichert wird. Und in diesem Moment beginnt Mafalda Zweifeld wüst zu schimpfen und zu fluchen. Doch eine klare Antwort bekommen die Lichtsucher nicht aus ihr heraus – sie widersteht dem Heiligen Befehl des Schwertes der Kirche.

Die Dienerin des Herrn der Rache wird gepackt und in den Praiostempel geschleppt, wo alle geweihten Lichtsucher unter Bonnaros Leitung gemeinsam einen heiligen Befehl auf sie sprechen. Während des Gebets klirrt es plötzlich. Die neugierige Lucia hatte die Tonkugel zu ihren Füßen zerbrochen, um herauszufinden, was sie bewirkt. Zumindest das fand sie schnell heraus, handelte es sich doch um ein Artefakt, dass sie per Transversalis an einen anderen Ort brachte. Sie findet sich in einem gemauerten Gang wieder, hinter ihr an der Wand ist das Wappen der Stadt, vor ihr eine Wand aus Knochen mit zwei Griffen, einer davon mit Dornen bestückt. Während die anderen Lichtsucher ihr Gebet beenden, braucht sie vier Anläufe, um die Türen aufzustemmen, wobei sie sich an den Dornen schwer ihre Hände verletzt.

Derweil bekommen die anderen aus Mafalda die Namen ihrer Mitverschwörer (der Magier Donarion von Finsterquell & die Edle Beregris von Elenvina, die Tochter des Vogts) heraus und wie man das Teleportartefakt im Thronsaal benutzt. Der Zirkel wollte die Schrecken aus ihren Kerkern befreien, von welchen in der Sage der sieben Brüder die Rede war. Sie wollen Sari opfern, um die letzte Tür zu öffnen. Die nun totgeweihte Paktiererin verhöhnt die Lichtsucher, da der Hinweis auf das Teleportartefakt doch so offensichtlich auf jeder Flasche ihres Bieres zu finden sei. Tatsächlich fehlt auf den Bieretiketten ein Nerz-Symbol im Hintergrund des Flusspferdes, das an der Wand vorhanden ist. Dieses gilt es zu berühren, das Losungswort lautet „Zweifel“. Als sie den Gang erreichen, hat Lucia die Tür bereits geöffnet.

Hinter der Tür geht es 7×7 Stufen hinab bis eine Wand aus Blut den Gang  versperrt. An den Wänden links und rechts sind Schalen angebracht und darüber und darunter Bilder, die deutlich machen, dass hier Haar und Blut geopfert werden sollen, wenn man weitergehen möchte. Die Lichtsucher zögern. Ariadne bittet Brás das Auge des Praios zu rufen, wie er es einst im gesplitterten Berg tat. In der Zeit, während Brás dieses Gebet rezitiert, heilt Ariadnes Lucias geschundene Hände. Doch das Auge des Praios erscheint nicht. Also singt die Gruppe den heiligen Choral vom Zorn des Praios, während Bonnaro sein Blut und Lucia eine Strähne ihres Haars opfert. Doch noch immer bleibt der Gang verschlossen. Erst als Bonnaro und Lucia auch das jeweils andere opfern, können sie die Wand aus Blut überwinden. Die anderen Lichtsucher sind von dem Gedanken, dem Herrn der Rache etwas von sich zu überlassen, jedoch so abgestoßen, dass sie lieber die göttliche Kraft ihres Herrn anrufen, um ohne Opfer durch die Blutwand zu gehen.

Wieder geht es 7×7 Stufen hinab. Als die Lichtsucher am Ende des Ganges nur noch undurchdringliche Schatten sehen, werden sie plötzlich von ihren eigenen Schatten angegriffen. Ariadne ist die erste, die eine Lücke in der Verteidigung ihres Schattens ausnutzen kann, bevor dieser sie niedergestreckt. Der Schatten des Schwertes der Kirche verschwindet und sie widmet sich daraufhin Birsels Gegner, da diese eine Liturgie wirkt und sich nicht verteidigen kann. Kurz darauf geht Schelacharwin zu Boden. Sehr zum allgemeinen Entsetzen verschwindet sein Schatten nicht, nein, er wendet sich ebenfalls Ariadne zu. Doch einen Augenblick später hat Birsel ihr Gebet beendet und ruft das LICHT DES HERRN herab. Unmittelbar nach dem Erscheinen des gleißenden Lichtes verschwinden nicht nur die schattenhaften Gegner, sondern auch die Schattenwand am Ende des Ganges. Die Schatten der Lichtsucher bleiben zunächst verschwunden. Bonnaro spricht einen Heilungssegen auf die Gruppe, um Schelacharwins Leben zu retten und die Kampfkraft der Gruppe wiederherzustellen.

Auch nach den nächsten 7×7 Stufen wartet wieder eine Prüfung auf die Lichtsucher. Diesmal verschließt eine Flammenwand den Gang, welche nur durch großen Mut durchschreiten lässt (Selbstbeherrschung +15). Dies gelingt nach kurzer Zeit allen.

Das nächste Hindernis nach weiteren 7×7 Stufen ist eine Steinwand, auf der geschrieben steht „Sprich laut aus, was im Dunklen deiner Seele haust und du bislang niemandem anvertraust.“

Erst als alle Lichtsucher ein gehütetes und finsteres Geheimnis ausgesprochen haben können sie die Wand passieren.

Vor der letzten Tür, wieder 7×7 Stufen tiefer, warten Folterinstrumente auf ihre Benutzung. Teils schweren Herzens, teils froh über die Möglichkeit der Selbstzüchtigung suchen die Lichtsucher sich ein Folterinstrument aus und benutzen es, um die Tür durchschreiten zu können.

Hinter der letzten Tür wartet eine Kammer auf die Lichtsucher, in die es wieder 7×7 Stufen hinab geht. Hier warten Beregris von Elenvina und der Magier Donarion von Finsterquell auf sie. Unten im Raum stehen drei dämonische Bäume – Chimären aus Bosparanien und Irrhalken, die Sari in ihren Wurzeln festhalten und sie zerdrücken, wie das Knacken ihrer Knochen eindrücklich beweist, das zu hören ist, als die Gruppe eintritt. Die Bäume schleudern Glut auf die Angreifer und nehmen dabei besonders Birsel ins Visier. Kurzentschlossen schießt Lucia dem Magier den Kopf weg, bevor er von Schelacharwin erreicht wird. Ariadne und Bonnaro stürmen daraufhin in den Raum und auf die Bäume zum, um Sari zu befreien. Schelacharwin schließt sich ihnen an.

Doch es zeigt sich, dass die Bäume, wenn ihre harte Borke durchdrungen wird, glühend heiße Flüssigkeit austreten lassen. Die Wurzeln zu zerschlagen, fügt Sari somit immense Verletzungen zu. Auch die Bäume zu vernichten, hilft nicht, müssen die Lichtsucher feststellen. Denn als einer von ihnen in die Niederhöllen zurückkehrt, nimmt er einen nicht unerheblichen Teil von Saris Körper mit sich. Bonnaro gelingt es, einen weiteren Baum mit einem Exorzismus zu bannen. Da jedoch keiner der Lichtsucher mehr genügend Kraft des Herrn Praios in sich trägt, um den Verbliebenen mit einem Bannstrahl zu zerschmettern, können sie nichts tun, als die Bäume zu erschlagen und mitanzusehen, wie große Teile von Saris Körper verschwinden. Längst ist der Blick der Hesindegeweihten gebrochen. Ihre Beine, ein Arm und auch ein Teil ihres Unterleibs sind für immer verschwunden, als die dämonischen Bäume endlich besiegt sind. Ariadne, Schelacharwin wirken einen Heilungssegen auf sie und retten so ihr Leben. So kann sie am Ende zwar lebendig, aber schwer verkrüppelt geborgen werden. Unter den vernichteten Bäumen wird ein Schlägel gefunden, der zum Owilmarsgong passt.

Der Weg nach oben ist frei. Saris Schreie gellen allen in den Ohren, während Ariadne sie in ihren Armen wieder aus dem Höllenloch trägt. Schelacharwin droht den anderen, dass niemand erfahren soll, was er der Tür verriet um passieren zu dürfen.

Man kehrt zur Burg zurück. Der besorgte Darian stürmt gleich auf die Gruppe zu, als diese hervorkommt. Entsetzt über Saris Zustand will er dazu ansetzen ihnen – und besonders seiner Schwester – Vorwürfe zu machen, dass sie sie nicht gerettet hätten. Noch bevor er den ersten Satz beendet hat, wird er von Lucia niedergeschlagen.

Mit dem Schlägel des Owilmarsgongs geht die Gruppe in den Praiostempel. Dort ist man freudig überrascht und will Schelacharwin, der den Schlägel den Weg hinauf getragen hat, die Ehre zugestehen den Gong zu schlagen. Dieser zögert jedoch und ist sich nicht sicher, der Richtige zu sein. Die von den vergangenen Ereignissen gezeichnete Ariadne reißt ihm kurzentschlossen mit den Worten „Wenn Ihr es nicht tut, tue ich es!“ den Schlägel aus der Hand und legt ihre Wut in die Hiebe gegen den Gong.

Die Vibrationen des klaren Tons des Gongs lassen die Buchstaben der Inschriften auf den Wänden bis auf wenige Ausnahmen herabfallen.

Handout-Vorstellung Teil 4 – Bieretiketten erstellen

Es war ein weiteres Mal, dass ich ein Abenteuer geleitet habe und euch ein erstelltes Handout vorstellen möchte. In meiner Lichtsucher-Runde stand eine Hochzeit an, welche die Charaktere besuchen wollten. Passend dazu, sowie als Hinweisbringer für das Finale habe ich echtes Bier aus der Region – nämlich Zweifelds Klippager Bier auf den Tisch gebracht.

Genauer war natürlich nur das Etikett angepasst und das schmackhafte Bier in einer ansehnlichen Flasche aus dem gewöhnlichen Einzelhandel.

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Bieretikett von Hannah Möllmann

Um ein haltbares Etikett zu haben, welches den Kühlschrank und das folgende Kondenswasser unbeschadet übersteht, habe ich mich im Internet auf Shops für den Hobbybrauer umgesehen und bei Brau-Partner Selbstklebe-Etiketten bestellt. Kostenpunkt war 8,60 € inklusive Versand, wofür ich 80 Etiketten bekomme und damit genug für ein halbes Rollenspielleben.

Ich bin dankenswerterweise mit der fabulös begnadeten Hannah Möllmann als Spielerin gesegnet, so dass ich die Erstellung des Bildes für das Etikett in ihre professionellen Hände legen konnte. Ich habe nur noch eine kleine Anpassung gemacht, um den Hinweis auf den Etiketten zu verstecken. Hat man keine erfahrene Zeichnerin zur Hand kann man sich aber auch gut bei bestehenden Etiketten aus dem Internet bedienen und diese dann nach seinen Zwecken ändern.

Das fertige Bild habe ich danach in richtigen Abständen und Rändern auf eine Vorlage verteilt. Dies war wohl der schwerste Punkt der Erstellung. Ich kann nur raten hier patronenschonende Testdrucke auf normalem Papier zu machen und mit einem Bogen der Etiketten zu vergleichen, um nicht die kostbaren Bögen zu verschwenden. Bei mir hat mein Drucker eigenmächtig Ränder hinzugefügt, so dass ich hier mehrere Durchgänge brauchte, bis die Bilder perfekt auf das Etikettenpapier passte.

Danach muss man die fertigen Etiketten nur noch auf die Bierflaschen kleben. Das echte Etikett kann dabei ruhig auf der Flasche bleiben. Durch das dünne Papier, welches da genutzt wird, fällt unter unserem selbsterstellten Etikett nicht auf. So können ihre Spieler auch Ingame-Bier genießen.

Obwohl die Bierflaschen 24 Stunden den Spielern vor der Nase standen haben sie den Hinweis übrigens erst entdeckt, als ich ihnen nochmal einen Wink gab. Das Versteck war also ein Gutes.

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Die Goldene Stadt

Noch letztes Jahr habe ich meine Lichtsucher-Runde in ein weiteres Abenteuer rund im die Goldene Stadt geschickt. Die Erlebnisse haben dabei nichts mit dem offiziellen Abenteuer gleichen namens zu tun.
Es sind die üblichen Charaktere dabei, nur die horasische Prinzessin Lucia musste diesmal passen. Vielleicht besser für sie, wenn man das Ende betrachtet, doch urteilt einfach selber nachdem ihr die Zusammenfassung gelesen habt:

Die Goldene Stadt

05. BOR 1031 BF
Die Bannstrahlerin Araschandra holt die Lichtsucher auf Befehl Seiner Exzellenz Gerowin von Hochheide in der Karawanserei ab und erkundigt sich nach dem Ring der Amelthona, der den Weg aus Thalusa an den Rand der Khôm gefunden hat. Sie zeigt Abneigung gegen die Geweihten, insbesondere Schelacharwin, dem sie den Tod einer Freundin in der Wüste anlastet. Die Bannstrahlerin kann berichten, dass die Ausgrabungen in der Khôm deutlich vorangeschritten sind und das Zentrum der Stadt freigelegt wurde.

12. BOR 1031 BF
Die Karawane erreicht die Goldene Stadt inmitten der Khôm, die mittlerweile fast vollständig freigelegt wurde. Die Ruinen bestehen aus gut erhaltenen, achteckigen Pyramiden, die im Glanz der Sonne golden funkeln und nach Lektüre der Offenbarung der Sonne an die mythische Stadt Aurelia erinnern, die Krone des Götterfürsten.
Der stellvertretende Großinquisitor Gerowin von Hochheide lädt die Lichtsucher zum Essen in sein Zelt ein und teilt seine Pläne zur Erkundung der Stadt mit. Am morgigen Tag will er die Stadt öffnen. Drei Gruppen aus Dienern des Praios sollen in die Pyramiden eindringen. Eine soll von Bonnaro angeführt werden, die zweite von Seiner Exzellenz von Hochheide höchst selbst und die dritte schließlich von der Sonnenlegionärin und Greifenreiterin Aurana. Araschandra wird den Trupp der Lichtsucher verstärken, was bei denen auf keine große Gegenliebe stößt. Das Ziel ist es in der Stadt Hinweise auf das Ewige Licht zu finden und Relikte aus dem sechsten Zeitalter zu bergen.
In derselben Nacht treffen Araschandra und Ariadne aufeinander und Araschandra offenbart dem Schwert der Kirche Araschar, dass sie sich einst voller Hoffnung nach ihr benannte. Nun jedoch hat sie den Glauben an Ariadne verloren, die ihrer Meinung nach wie ein treudummer Hund die Befehle der höherrangigen jedoch unfähigeren Geweihten befolgt, statt ihr Potenzial und ihre Bewunderer zu nutzen um einen Wandel in der Praios- Kirche einzuleiten, den Araschandra für bitter nötig zu halten scheint.

13. BOR 1031 BF – Erste Schritte in die Stadt
Am Morgen hält Seine Exzellenz von Hochheide eine Andacht zu Ehren des Götterfürsten. Anschließend setzt Brás den Ring der Amelthona in eine Vertiefung an einem Tor der Hauptpyramide ein und öffnet es damit. Aus dem Raum dringt Lichtschein nach außen. Das Innere ist erstaunlich sauber. Nicht ein Staubkorn ist zu sehen. Aus den Wänden sind Steine herausgeschlagen – aus demselben golden glänzenden Stein, der auf der Außenseite jeder Bearbeitung trotzte – und in der Mitte liegen die Reste einer Statue, die vor Urzeiten geschleift wurde. Die Lichtquelle lässt sich leicht ausmachen: Ein leuchtender Oktaeder schwebt im Raum, auf dessen Seiten sich Zeichen finden, die sich hin und wieder unter vernehmlichem Knacken verändern. Eine weitere Lichtquelle scheint hinter dem Geröllhaufen zu liegen, der einmal eine Statue war. Drei Gänge gehen von dem Raum ab und vier Treppen führen von diesem Raum in obere Stockwerke.
Die Meißelspuren an den Wänden und die Bruchstücke der Steine am Boden verraten, dass hier Schriftzeichen abgeschlagen und so unkenntlich gemacht wurden. Es handelt sich um dieselben eigenartigen Zeichen, die auch auf dem schwebenden Objekt zu sehen sind. Die zweite Lichtquelle sind ein kleiner Haufen Bruchstücke, aus denen Schelacharwin auf die frühere Form einer Krone schließen kann.
Gerowin hat eine Steintafel gefunden, die bereits von unbekannter Hand zusammengesetzt wurde. Die Schriftzeichen sind für uns nicht zu lesen, auch wenn sie eine unverkennbare Ähnlichkeit mit denen aus der Pyramide im Ewigen Eis haben. Ein Teil der Gruppen, unter anderem Bonnaro, Ariadne und Araschandra gegen die Treppen hinauf, um sicherzustellen, dass dort nichts und niemand auf die Suchenden lauert. In den oberen Stockwerken finden sie jedoch nur Wachräume mit zugemauerten Wandschlitzen.
Birsel derweil ist sich sicher, dass es sich bei der zerstörten Statue um den Gryphonen Ascaran handelt, obwohl sie ihn nie zuvor gesehen haben. Sie hat merkwürdige Erinnerungsfetzen von diesem Ort, sie empfand auch das Geräusch des sich öffnenden Tores als vertraut und hatte dabei den Gedanken, dass das Blut ihrer Feinde in deren Fell trockne.
Aus der Offenbarung der Sonne kennt Ariadne die Legenden des Sechsten Zeitalters, in dem das von Praios erwählte Volk lebte. Aus den Gryphonen, auch Ucurianer genannt, die ihm wahrhaft treu waren, erschuf der Götterfürst die Greifen. Die aber, die an ihm zweifelten, wurden zu Sphingen und waren verdammt nach der Weisheit zu suchen, die ihnen einst fehlte, während die Frevler und Ketzer unter den Gryphonen verstoßen und zu Dämonen wurden: den Asqarathi oder Irrhalken, benannt nach ihrem Anführer Ascaran. Dass es sich bei der zerstörten Statue um diesen Frevler handelt, lässt die Lichtsucher Gutes hoffen.

13. BOR 1031 BF – Treffen auf die Vergangenheit
Nach dieser Erkenntnis trennen sich die Gruppen. Aurana und die Ihren wenden sich nach rechts, Gerowin führt seine Gruppe geradeaus. Die Lichtsucher wählen den linken der drei Korridore, die einen dreieckigen Querschnitt aufweisen und von der Hauptpyramide zu den drei anliegenden führen. Die Lichtsucher durchqueren ihn zusammen mit Araschandra. Schon bald bleibt das Licht des ersten Raumes hinter ihnen zurück und sie müssen Fackeln entzünden. Und dann vernehmen sie Stimmen, die in Aureliani sprechen und Ritualgesänge anstimmen, die an die Gurvanischen Choräle erinnern. In der nächsten, einer kleinen Pyramide, in der die Inschriften der Wände ebenfalls grob entfernt wurden, treffen die Lichtsucher auf eine Gesandtschaft aus Praiosdienern, die aus der Zeit gefallen scheinen. Sie sprechen Aureliani und so kann sich die Gruppe bis auf Araidne, die die alte Sprache nicht beherrscht, mit ihnen unterhalten.
Haliésope von Cuslicum bezeichnet sich als Priesterin des Brajan und wird von dem Pflanzen- und Gesteinskundler Telphyres und dem Soldaten Zaturzano begleitet. Sie stammen offenbar aus der Zeit des Heiligen Horas im Jahre 501 n. HE (992 v. BF) und haben die Goldene Stadt nach einer Vision des Priesters Aegbolius gefunden. Die Lichtsucher werden von ihnen zunächst für die Bewohner der Pyramiden gehalten. Die
Expedition wurde von der Tempelvorsteherin Seraphenor unter der Leitung Aegbolius‘ entsandt. Dieser hat den späteren Ring der Amelthona über das Meer mitgebracht. Er trug ihn noch bei sich, als er die Treppen ins Obergeschoss der Pyramide hinaufstieg. Die Gruppe aus alter Zeit hat nach dem Zusammensetzen bereits liturgisch einige der Zeichen auf der Wand übersetzen können, die einen „Hellsten“ der Gryphonen namens Theran behandeln. Sie zeigen den Lichtsuchern das Schriftstück mit dem Transskript. Es erzählt davon, dass der Namenlose Gott von den anderen Göttern mit Ketten gebunden wurde und dass, damit diese in den Äonen nicht brüchig werden, Halt und Wurzeln geschaffen wurden. Diese metaphorisch „Halt und Wurzeln“ genannte Erscheinung wurde nach dem Text in eine Krone gelegt, die Praios seinem erwählten Volk, den Gryphonen, gab, damit diese darüber wachen und damit Wunder tun konnten.
Man entschließt sich gemeinsam Aegbolius aufzusuchen. Im Obergeschoss ist auf dem Boden eine Mosaikkarte, ganz ähnlich jener, welche die Lichtsucher im hohen Norden in der auf dem Kopf stehenden Pyramide fanden. Überall auf dem Boden liegen Bernsteinsplitter, die wohl aus der Karte gebrochen wurden. Ein älterer Mann hat sich über die Karte am Boden gebeugt, hinter ihm ein Soldat, gekleidet wie Zaturzano. Als Haliésope die Lichtsucher mit Aegbolius bekannt machen will, werden sie Zeuge wie der Soldat den Priester mit seinem gezackten Bronzeschwert enthauptet. Der Mann namens Shindatos ergibt sich kampflos und seine Augen füllen sich mit Tränen. Er wird von Schelacharwin über den Grund seiner Verfehlung verhört, der wohl in seiner gesteigerten Goldgier begründet liegt. Nun möchte er gerichtet werden. Er scheint verwirrt zu sein. Bei der Leiche des Priesters findet Bonnaro noch einen Ring der Amelthona. Birsel spricht mit dem verzweifelten Soldaten. Anschließend wirft sie einen Blick auf Madas Welt und findet keine Magie.
Plötzlich kommt ein Mann, der Heiler Phelbaru, in heller Panik aus einem Korridor gestürmt, da ein weiterer Soldat namens Lyheras die Priesterin Tecatphledia angegriffen hat. Kurzentschlossen rennt Ariadne in den Gang, findet dort die schwer verletzte Geweihte und einen Soldaten am Ende des Ganges mit blutiger Klinge, der sich rasch entfernt. Sie ruft um Hilfe, da sie die Frau noch zu retten hofft. Weiterhin warnt sie vor dem Flüchtigen.
Gemeinsam mit Birsel rettet sie das Leben der Frau und trägt sie dann in die Mitte des Raumes. Die schwebenden und leicht golden leuchtenden Holzstücke mit den gryphonischen Schriftzeichen in den Nischen des Ganges streift sie nur mit einem kurzen Blick. Ariadne vermutet mittlerweile, dass irgendetwas in den Geist der Legionäre eingreift und dazu bringt diese Taten zu begehen. Kurz darauf ist ein Schluchzen aus den Gängen zu vernehmen und Schelarcharwin und Araschandra machen sich auf den Weg herauszufinden, woher das Geräusch dringt. Sie finden Lyheras, der verzweifelt ist ob seiner Tat. Er glaubte, dass die Geweihte ihn töten wollte und reagierte instinktiv schneller als sie. Nun macht er sich schwere Vorwürfe und wie auch schon Shindatos wünscht er gerichtet zu werden. Schelarcharin will ihn festnehmen, doch Lyheras richtet sich selbst, sogar gegen den anderslautenden Heiligen Befehl, den Schelarcharwin ihm kurz zuvor gab.
Als man versucht sich einen Überblick über die unsichere Situation zu verschaffen, geschieht etwas Merkwürdiges. Haliésope erklärt – wie auch schon zuvor – dass zehn Personen mit in die Pyramide kamen. Doch als sie gebeten wird alle aufzuzählen, kommt sie nur auf acht:
1. Aegbolius, Priester des Brajan
2. Haliésope, Priesterin des Brajan
3. Tecatphledia, Priesterin des Brajan
4. Shindatos, Soldat
5. Zaturzano, Soldat
6. Lyheras, Soldat
7. Phelbaru, Heiler
8. Telphyres, Gesteinskundler
Die Geweihte ist nicht davon zu überzeugen, dass ihre Aussagen einen Widerspruch enthalten und die Lichtsucher vermuten, dass es etwas damit zu tun haben könnte, dass die Seelen der zwei fehlenden Personen für die Geistererscheinungen nicht zur Verfügung stehen, weil sie sich an einem anderen Ort befinden. Ähnlich, wie es damals bei der Geistererscheinung in der Khômwacht Praiossieg war.
Die Diener des Brajan werden misstrauisch und geben den Lichtsuchern die Schuld an der Situation. Brás versucht noch sie von der Wahrheit – dass sie aus der Zukunft kommen – zu überzeugen, indem er den Ring der Amelthona vorzeigt, als Phelbaru seinen Dolch zückt und ihn Zaturzano in den Nacken rammt. Im nächsten Moment versucht er dessen Leben zu retten – vergeblich. Auch der Heiler wird daraufhin entwaffnet. Der Streit wird schlimmer. Bonnaro verlangt die übrigen Waffen, während die Brajandiener die Lichtsucher verdächtigen die Zeichen des Götterfürsten nur zum Schein zu tragen. Bevor der unnötige Streit weiter eskalieren kann, ruft Ariadne ein göttliches Zeichen an – als Beweis der Rechtschaffenheit ihrer Gruppe und um den Streit zu unterbrechen. Das göttliche Zeichen schallt als Brüllen eines Greifen durch die Gänge der Stadt. Und zur Antwort ist das Brüllen eines Löwen zu hören. Die Unterhaltung wird ruhiger und man begegnet sich wieder respekt- und verständnisvoll.

13. BOR 1031 BF – Treffen auf vergangene Äonen
Als die Lichtsucher noch diskutieren, was weiterhin zu tun sei, taucht ein löwenköpfiger Gryphone mit schwarzer Mähne auf und begrüßt die Diener des Brajan und des Praios. Er erzählt, dass die Diener des Gleißenden, die vor langer Zeit herkamen, die Stadt leider zur falschen Zeit betraten. Die Dunkelheit ergriff von ihnen Besitz und ließ sie mordlüstern werden. Ihre Körper vergingen, doch ihre Seelen blieben.
Acht Wächter wachen über die Stadt Aurelia, ihre Seelen sind hier. Er fragt nach den Namen und Kasten der Lichtsucher. Alle stellen sich vor und erklären ihre Position. Als Ariadne ihren Namen nennt, ist der Gryphon erstaunt. Sein Name sei Hartufan und er sei der Sohn von Araschar. Araschar sei der Name einer Person, die als Schwert den Kampf gegen die Finsternis anführte. Er will wissen, warum Ariadne diesen Namen trägt. Ariadne erklärt ihm, dass Obaran ihr diesen Namen gab, nachdem das Schwert des Praios verloren ging. Hartufan berichtet daraufhin, dass es an Araschar war, zu entscheiden, wer zu den Greifen aufsteigen würde. Vielleicht steht auch das Volk der Menschen an einem Scheidepunkt und diesmal fällt Ariadne Araschars Rolle zu?
Der Gryphon erzählt von der Bestimmung der Stadt. Araschar hatte die Fähigkeit Gryphonen in Greifen zu verwandeln und schuf Orte, an denen dies auch ohne seine Anwesenheit möglich war. Ein solcher war Aurelia. Ascaran und sein Sohn Scarefan eroberten die Stadt mit den Anhängern des Blakharaz. Sie schlugen die Reliefs, die die Geschichte der Gryphonen zeigte, von den Wänden und pervertierten den Ort. Hier führt seitdem eine Pforte des Grauens in die Niederhöllen des Blakharaz. Sie nutzten die Stadt zur Erschaffung von ihm gefälligen Wesen. Irrhalken waren es nicht, aber böse Geister. Dämonen ohne Gestalt, aber voller Hass und Mordlust. Die gottgefälligen Gryphonen eroberten die Stadt zurück, sahen sich jedoch außerstande die Pforte zu verschließen. Daher versiegelten sie die Stadt, setzten acht Wächter ein und BORON senkte Vergessen über diesen Ort. Er selbst, sowie auch die Diener des Brajan, sind nur Geister, die in der Zeit gefangen sind. Hartufan ist einer von den acht Wächtern, die diesen Ort beschützen. Alle anderen Wächter schlafen jedoch. Nur Hartufan ist wach, um seine äonenlange Wache zu halten. Wir sind erst die vierten Wesenheiten, die die Stadt seit der Verhehlung betreten haben. Bereits vor Jahrhunderten und Jahrtausenden kamen Diener des Götterfürsten in die Goldene Stadt. Darunter waren nicht nur Felllose aus der Zeit des Heiligen Horas, sondern auch Geschuppte auf der Suche nach Schutz.
Hartufan will Gerowin aufsuchen, während die Lichtsucher die anderen Wächter wecken sollen. Dazu benötigt es die Macht des Götterfürsten. Für die Liturgie werden eine Pflanze voller Gerechtigkeit – womöglich eine Alveranie? – , ein Bernstein und eine Praios geweihte Waffen benötigt, so wie damals im Kosch, als auch das Greifenei erschien und der Tempel geweiht wurde. Bevor er verschwindet, erklärt Hartufan, dass die Lichtsucher sich eilen sollten, da die Dunkelheit nahe. Die Erklärung, was das genau bedeutet, bleibt er ihnen schuldig. Sie bräuchten aber auf jeden Fall die Hilfe der anderen Wächter, da er nur ein Kämpfer sei, aber die übrigen Wächter weise Gelehrte. Im nächsten Oktagon würde es Abbilder der nötigen Pflanze geben.
Im nächsten Oktagon gibt es tatsächlich Abbilder einer Pflanze. Sie sind auf Tonkugeln dargestellt, die in dem Raum aufgestapelt sind und aus denen ein göttlicher Schein den Raum erhellt. Es sind wie vermutet Alveranien. Doch wo sollte man eine solche Pflanze auftreiben? Nach einer kleinen Weile des ergebnislosen Nachdenkens findet Bonnaro heraus, dass die Bilder auf den Tongefäßen keine Bilder sind. Es scheint so zu sein, dass die Gryphonen Alveranien in Ton gebrannt haben. Das erklärt auch den göttlichen Schein.
Die Lichtsucher nehmen also eine der Tonkugeln, in denen die Alveranien eingeschlossen sind, um die Liturgie zu wirken. Eines der Tongefäße, ein Bernstein und Birsels Sonnenzepter werden in ein Feuer gelegt. Es geschieht nichts, also beginnen die Lichtsucher zu singen. Schlussendlich segnet Ariadne das Feuer mit einem Feuersegen.
Während der Durchführung bemerkt Brás, dass etwas nicht stimmt und bittet Praios um Sicht auf Madas Welt. Er sieht Schatten von Dämonen aus den Tonkugeln huschen und den Raum verlassen. Ein siebenfaches Gebrüll ertönt und die sieben löwenhäuptigen Wächter der Stadt erscheinen. Einer von ihnen, mit Sonnenzeichen geschmückt, tritt vor und befiehlt den Lichtsuchern mit einem heiligen Befehl zu verschwinden.
Auch die Gruppen unter Aurana und Gerowin haben sich aus den Pyramiden gerettet, sind aber nicht mehr vollständig. Gerowin hat den Verlust eines Begleiters zu beklagen, Aurana sogar derer drei. Araschandra hat es ebenfalls nicht geschafft, obwohl sie lange vor den Lichtsuchern fortgelaufen war. Hat sie sich verirrt? Unfähig ob des Heiligen Befehls die Pyramiden wieder zu betreten, steht Ariadne am Eingang und ruft nach der Bannstrahlerin – doch sie erhält keine Antwort. Mit Schrecken müssen die vor der Pyramide Stehenden mitansehen, dass die Tore der Stadt sich schließen.

13. BOR 1031 BF – Wieder vor verschlossenen Toren
Seine Exzellenz von Hochheide verlangt zu erfahren, was geschehen ist. Er selbst berichtet, dass die Leute in der Pyramide wie im Wahn aufeinander losgegangen sind. Sie wollten die Toten bergen, aber die Macht Praios’ ließ auch sie fliehen. Anschließend streitet er sich mit Brás darüber, ob die Pyramiden eine Prüfung des Götterfürsten waren und ob die Verschwundenen sie nicht bestanden haben, als Ihre Gnaden Sonnburia Birsel überraschend einen Dolch in den Bauch stößt. Ariadne packt die junge Frau am Kragen und zieht sie von Birsel weg. Sonnburia lässt sich kraftlos in die Arme des Schwerts der Kirche sinken und ohne Gegenwehr den blutigen Dolch entwenden. Bonnaro ordnet an, dass sofort alle ihre Waffen niederlegen sollen. Aurana kümmert sich derweil mit einem Heilungssegen um die schwer verletzte Birsel.
Brás steht daraufhin Seiner Exzellenz von Hochheide Rede und Antwort und berichtet, was sich in den Pyramiden zugetragen hat. Eine Diskussion entbrennt, was für eine Art von Dämon es ist, der in Dutzenden befreit wurde. Gerowin beklagt, dass man zum Kampf gegen diese Dämonen Waffen braucht! Kurz erinnern sich die Lichtsucher an Lucias merkwürdiges Verhalten in der Feste Khômwacht Praiossieg. Wurde sie damals von eben einem solchen Dämonen besessen?
Schreie ziehen die Aufmerksamkeit der Lichtsucher auf das Lager der Praiosdiener und man eilt sich, um den Ahnungslosen beizustehen. Der Sonnenlegionär Praiotius hat mit einem Schwert blutige Ernte unter den Gläubigen gehalten, bevor sich Ariadne ihm entgegenstellen und ihn überwältigen kann. Sie lässt ihn von drei Leuten zum Heiler bringen. Das Schwert der Kirche setzt sich dafür ein, dass ein Schutzkreis um das Lager gezogen wird, der vor den Dämonen schützen möge. Da spürt sie plötzlich eine dunkle Berührung an ihrem Geist und lässt vorsorglich ihren Anderthalbhänder fallen. Als Bonnaro ihr befiehlt die Waffe wieder aufzunehmen, gehorcht sie ihm und greift ihn ohne Vorwarnung an. Ariadne ignoriert sogar den Heiligen Befehl von Brás, von ihrem Tun abzulassen, und erst die vereinte Kraft von Birsel, Bonnaro und Schelacharwin kann sie überwältigen. Als Ariadne wieder bei sich ist, zieht Birsel einen Schutzkreis um das Lager. Später kommt Bonnaro zu Ariadne und fragt sie nach ihrer Besessenheit. Er will wissen, was für ein Gefühl es war, dass sie übermannt hat. Sie erklärt ihm, dass sie wütend war und ihn in diesem Moment nicht für würdig hielt, die Position zu bekleiden, die er inne hat. Da fragt er sie – vorgeblich um zu erfahren, ob die Dämonen neue Gefühle wecken oder vorhandene verstärken – ob sie wirklich so denkt. Das Schwert der Kirche zögert mit einer Antwort, erklärt aber schließlich, dass sie Bonnaro keinesfalls hasst. Sie unterstützt nicht jede seiner Entscheidungen, betont aber, dass er ihr weiterhin keine Rechenschaft schuldet.
Birsel stellt fest, dass Yalsidira Treugott, die Geweihte der Travia, verschwunden ist. Jemand sah sie zum Zelt von Gerowin gehen, welches sich außerhalb des Schutzkreises befindet. Auf dem Weg dorthin zieht Ariadne unvermittelt den Dolch und will ihn Schelacharwin in den Rücken stechen, rutscht aber an der Kette ab. Der Dämon lässt rasch wieder ab von ihr. Schelacharwin, der den Angriff und die Verletzung ignoriert und stattdessen die ganze Zeit Ariadnes schwachen Geist beschimpft, liefert sich anschließend ein ausuferndes und lautes Streitgespräch mit ihr. Das Schwert der Kirche findet die Kritik Schelacharwins unangemessen, glaubt sie doch, er hatte Jahre Zeit, um seine geistige Verteidigung zu verbessern. Er hält sie jedoch einfach für zu schwach im Geiste und das Gesagte für eine Ausrede. Birsel muss schließlich zwischen den beiden schlichten. Bonnaro und Brás erreichen derweil das Zelt und finden Yalsidira vor, wie sie den Besitz von Gerowin durchwühlt. Als sie der beiden angesichtig wird, stürzt sie sich auf sie. Die Geweihte der Travia sucht den Ring der Amelthona, lässt sich aber von Bonnaro und Brás zur Räson bringen und überzeugen zum Schutzkreis zurückzukehren. Auf dem Feldherrentisch findet Bonnaro einige Aufzeichnungen über Schelacharwin, die er heimlich an sich bringt. Brás tut zwar so als hätte er das nicht mitbekommen, beobachtet den Illuminatus aber dabei.
Als die Sonne am höchsten steht, sind Schwingenschläge zu hören und als die Lichtsucher in den Himmel blicken, schälen sich große, majestätische Gestalten aus dem Licht der Sonne. Es sind Greifen! Drei ausgewachsene Greifen und ein Neugeborenes. Es sind Garafan, der Marschall der Greifen, Herofan, der Wächter der Sichel, sowie Jermoran, der Alveraniar des Sommers. Sie begleiten das Greifenküken, das aus dem Ei schlüpfte, das die Lichtsucher vor einem Jahr Herofan übergaben. Wie schon Herofan damals neigt heute Garafan sein Haupt vor Ariadne, die sich augenscheinlich immer noch nicht daran gewöhnt hat von den göttlichen Wesen mit solchem Respekt behandelt zu werden. Das Greifenküken soll einen Namen erhalten und die Lichtsucher werden auserwählt, es in die Pyramide zu führen. Dort soll es eine Prüfung bestehen, an deren Ende es ein vollwertiger Greif sein, erfüllt von der Kraft des Götterfürsten und mit einem Namen, der ihm zum Lobgesang gereichen soll. Diese Prüfung wird die Lichtsucher in die Nähe der Pforte des Grauens führen, da sich im ehemaligen Tempel des Praios sowohl diese Sphärenwunde als auch der Glaubensstein der Gryphonen befindet, der einst Gryphonen in Greifen verwandelte und für die Prüfung des Greifenkükens nötig ist.
Die Lichtsucher müssen den Stein mit Erinnerungen ihres Glaubens füllen, da das Greifenküken selbst keine solchen Erinnerungen besitzt. Die Greifen sprechen aber auch eine schreckliche Warnung aus: Jeder, der in diesem Raum stirbt, dessen Seele wird durch die Pforte des Grauens direkt in das Reich des Herrn der Rache gezogen. Also auch die Seele des kleinen Greifen, wenn er nicht geschützt wird.
Herofan berichtet außerdem, dass sich Irrhalken auf dem Weg zur Ausgrabungsstätte befinden, weshalb die Zeit drängt. Die Greifen werden die Dämonen außerhalb der Pyramiden bekämpfen, um den Lichtsuchern und dem Greifenküken die nötige Zeit zu verschaffen.
Garafan öffnet mit Worten in der melodiösen Sprache der Gryphonen das Tor zur Stadt. Dahinter warten die sieben Wächter. Die Greifen bedanken sich bei den Gryphonen für die Wacht über Äonen. Der achte Wächter Hartufan ist tatsächlich abtrünnig. Offenbar hat Araschar damals eine falsche Entscheidung bezüglich seiner Familie und seines Sohns getroffen, kommentiert Garafan. Die Wächter sollen die Lichtsucher zum zentralen Raum führen und die Tore bewachen, damit die Schrecken, die sie geweckt haben, nicht hineingelangen können. Garafan unterhält sich mit den Wächtern. Sie sind erschüttert zu hören, dass ihr Volk – die Gryphonen – untergegangen ist. Ein Trost ist ihnen, dass das Erbe ihrer Väter und Mütter in den Greifen weiterlebt. Derweil geht Ariadne vor dem Greifenküken auf die Knie und gelobt es mit ihrem Leben zu schützen.

13. BOR 1031 BF – Die Greifentaufe
Als die Lichtsucher die Pyramide erneut betreten, erklärt Herofan, dass die zerstörte Statue ein Standbild Ascarans war – das wussten sie Lichtsucher ja schon von Birsel – und dass er mit der Krone der Gryphonen abgebildet war, welche er in Wirklichkeit nie getragen hat. Die Krone ist den Gryphonen ähnlich heilig wie den Menschen das Ewige Licht.
Die Greifen bleiben am Eingang der Stadt zurück, während die Geister der Gryphonen die Lichtsucher weiter durch die Pyramiden geleiten. Sie passieren mehrere Pyramiden, unter anderem einen, der als Markthalle zu erkennen ist und einen, der wohl ein der Götterverehrung dienste. Hier sind Bildnisse aller Götter der Gryphonen dargestellt, allerzuforderst Praios, dessen Tempel mit Glaubensstein und Pforte des Grauens im Raum dahinter ist.
Schelacharwin hält eine Ansprache. Mit einem gesungenen Harmoniesegen, der von einem weithin tragenden Licht, das den Sonnenaufgang nach finsterer Nacht preist, erfüllt Birsel die Herzen ihrer Gefährten mit Mut, während Ariadne die Segnung der Stählernen Stirn spricht.
Dann betreten sie den ehemaligen Praiostempel. In der Mitte ruht auf einer Säule ein Oktaeder aus Bernstein – Der Glaubensstein. Nicht weit davon ist eine Bresche in den Boden und in Dere selbst geschlagen, aus der die Schreie der Seelen dringen, die in die Niederhöllen gefahren sind. Das kalte Grauen greift nach den Lichtsuchern.
Schelacharwin hebt sein Sonnenzepter und beginnt die Pforte eindringlich zu besprechen. Der Altar ist entweiht und vor langer Zeit mit Blut besudelt worden.
Vorsichtig umrunden sie die Pforte des Grauens mit dem Greifenküken in ihrer Mitte. Sie erreichen Altar und Glaubensstein unbehelligt und der junge Greif springt auf den Altar. Plötzlich spüren die Lichtsucher ein Ziehen an ihren Seelen, als die Häscher des Herrn der Rache an sie rühren.
Ariadne tritt als erstes vor und will eine Erinnerung in den Stein legen.
Sie ruft die Erinnerung an die Grotte Keranvor hervor, in welcher sie vor unendlich langer Zeit – fast scheint es ein anderes Leben gewesen zu sein – Obaran begegnete, seinen Leib rettete und von ihm das Schwert Araschar erhielt. Doch zu ihrem Schrecken muss sie feststellen, dass die Erinnerung verfälscht wird. Obarans strahlender Körper erhebt sich als Irrhalk und greift sie an. Entsetzt über die Veränderung, aber auch voller gerechtem Zorn erkennt sie, dass auch sie selbst ihre Erinnerung verändern kann und ruft einen Zerschmetternden Bannstrahl herab, der den Irrhalken im letzten Moment vernichtet. Zurück in der Realität verliert das Schwert der Kirche keine Zeit den anderen mitzuteilen, dass ihre Erinnerungen verfälscht werden. Als nächste fasst Birsel sich ein Herz und berührt den Stein. Birsel erlebt einen alten, reisenden Praiosgeweihten, der ihm von Praios und seiner Frau Travia erzählt. Daraufhin fasst Birsel den Entschluss selbst Praiosgeweihte zu werden. Später kommt die Inquisition und inhaftiert den Geweihten wegen der ketzerischen Lehre von Praios und Travia als Paar.Nach ihr tritt Schelacharwin an die Säule.
Er sieht vor seinem inneren Auge den Abbruch des Jahres Orakels und formuliert daraufhin seine Thesen. Später sieht er in seinen Aufzeichnungen, was weitergesagt worden wäre und erkennt, dass es recht war die Prophezeiung zu unterbrechen und er falsch lag. Brás und Bonnaro zögern. Brás überwindet seine Scheu zuerst. Er steht vor dem Altar in der Gebetshalle der Priesterkaiser-Noralec-Sakrale zum Greifenfest des Jahres 992 BF, wo er in Anwesenheit des Lichtboten und des Kaisers Reto von Gareth für das Jahresorakel auserwählt wurde, nervös vortritt und die Geburt von Bonnaro prophezeit. Nachdem Brás seine Erinnerung geteilt hat, fühlen alle im Raum die Hitze der Rache und des Hasses. Ariadne legt die Arme schützend um das Greifenküken, ratlos, was sie sonst tun kann. Plötzlich öffnet sich eine Tür am anderen Ende der Halle. Araschandra und Hartufan erscheinen darin und Dutzende von Dämonen strömen herein. Die ehemalige Bannstrahlerin fordert Schelacharwins Leben für das ihrer Freundin.
Ariadne will gegen den Gryphonen kämpfen, doch sie scheut sich das Greifenküken loszulassen. Bonnaro übernimmt ihren Posten beim Altar. Ariadne und Schelacharwin stellen sich den Dienern des Herrn der Rache. Brás gibt derweil noch eine Erinnerung in den Stein. Dieses Mal findet er sich hoch im Gebirge in einem von der Sonne beschienenen Felstal wieder, wo er von Gläubigen umringt bereit ist, sein Leben dem Götterfürsten zu opfern. Sein Blick fällt auf eine vor ihm stehende Urne. Die Gläubigen ermutigen ihn es zu tun und stacheln ihn sogar an, bis er endlich den Krummdolch erhebt und ihn sich in den Leib rammt.
Plötzlich beginnt der Greif auf dem Altar zu kreischen und will in die Pforte des Grauens fliegen. Bonnaro hält ihn auf, während Birsel einen Schutzkreis zieht. Das Greifenküken entspannt sich in der relativen Sicherheit des Schutzkreises.
Die Kontrahenten kämpfen weiter, während Bonnaro dem Glaubensstein eine Erinnerung liefert, in der er die Anerkennung der Menschen erfährt. Er muss jedoch erkennen, dass diese Anerkennung nicht in seinem Glauben fußt und Praios ihn verstoßen hat. Brás beginnt einen zerschmetternden Bannstrahl anzustimmen, um möglichst viele der Hassdämonen zu vernichten. Er ruft das Licht des Herrn herab und zerschmettert zehn der Dämonen, die in den Geist der Lichtsucher eindringen wollen und an ihrem Verstand nagen.
Derweil nutzt Araschandra eine dunkle Gabe, um Schelacharwin zu befehlen in die Pforte des Grauens zu springen, doch der Erzpraetor widersteht. Bonnaro schießt mit seiner Ballestrina auf Araschandra und gibt dann eine weitere Erinnerung in den Stein. Er denkt an seine erste Zeit in Thalusa, in der er etwas ändern wollte und für den Glauben einstand. Unter dem Einfluss des Herrn der Rache werden die Schreie des gefolterten Sklavenkindes und die Verzweiflung der Mutter zu denen Emerios und Lucias. Als Bonnaro diese Bilder abschütteln kann, ist das Greifenkind in einer Aureole ausgoldenem Licht gebadet.
Ariadne hört plötzlich die Schreie ihrer Mutter. Sie schüttelt den Gedanken ab, als sie hört, wie der Herr der Rache ihr antwortet, als die vom Turm stürzt. Birsel kommt Schelacharwin zur Hilfe, Brás eilt zu Ariadne, die sich einen Schlagabtausch mit dem Gryphon liefert, bei dem bisher keiner die klare Oberhand gewinnen kann. Beseelt von der Macht Praios’ stellt auch Brás sich dem Feind an der Seite von Ariadne und erhebt das Sonnenszepter gegen den Gryphonen. Hartufan reißt Brás eine Wunde am Bein, der kaum durch die Deckung des Gryphonen dringt, aber für genug Ablenkung sorgt, dass Ariadne ihn in die Niederhöllen schicken kann. Er löst sich auf und sie kann spüren, wie seine Seele in die Pforte gezogen wird.
Am Stein spendet Brás eine weitere Erinnerung: In der Kapelle des Herzogenschlosses von Methumis erhält die Vision vom Überfall auf die 13-jährige Lucia und reitet los sie zu retten. Doch als er zu ihr vordringt droht sie in eine Schlucht in die Finsternis zu stürzen. Brás schafft es nicht sie zu halten und sie stürzt in die Dunkelheit.
Die falsche Bannstrahlerin hat in der Zwischenzeit sowohl Schelacharwin als auch Birsel besiegt, die blutend zu ihren Füßen liegen und spüren, wie die Pforte des Grauens an ihren Seelen reißt. Bonnaro stellt sich Araschandra, was Ariadne Zeit gibt, zum Glaubensstein zu eilen und eine weitere Erinnerung hineinfließen zu lassen.
Sie erinnert sich daran, wie der Heliodan selbst sie weihte. Doch der Einfluss des Herrn der Rache lässt nicht lange auf sich warten: Der Heliodan erklärt ihr, dass sie beachten möge, dass sie nur geweiht wird, weil sie zufällig zur rechten Zeit in der Grotte war, einfach weil sie die würdigste Person gewesen sei, die anwesend war. Ariadne widerspricht vehement und kann bestehen.
Dann spürt sie, wie die Seelen Birsels und Schelacharwins zu dem Glaubensstein schweben. Das Schwert der Kirche stürzt sich wieder in den Kampf und überlässt das Feld den beiden körperlosen Freunden, die den Stein mit ihren Erinnerungen nähren.
Schelacharwin entwickelt in seiner Erinnerung das zweite Zeigen der Folterinstrumente. Später stellt sich raus, dass es doch einen Text gibt, der dieses verbietet, Shelly hat unrecht getan und wird von dem jungen Inquisitor von Hochheide verhaftet. Birsel erinnert sich an ihre Weihe. Doch das Ewige Licht sucht in ihr Makel und findet ihre Eitelkeit. Am Ende kommt es zur Entscheidung zwischen Araschandra auf der einen und Ariadne, Bonnaro und Brás auf der anderen Seite. Ariadne richtet die Verräterin mit einem Streich ihres Anderthalbhänders und Bonnaro tritt ihren Leib in die Bresche, durch die Pforte des Grauens des Herrn der Rache.
Die leblosen Körper von Schelacharwin und Birsel werden von ihren Gefährten in den Schutzkreis gelegt, um sie zumindest ein wenig vor dem Einfluss der Pforte zu schützen. Bald darauf erhebt sich das Greifenküken vom Altar, strahlend leuchtend, dem Glaubensstein gleich, und verkündet seinen Namen: Lakrafan.
Bonnaro spricht einen Heilsegen für Birsel und Schelacharwin und rettet somit nicht nur ihr Leben, sondern auch ihre Seelen. Die Gryphonen-Wächter sind nur noch zu sechst. Der Gryphon der Kaste der Begabten ist von Hartufan besiegt worden. Die Greifen vor der Pyramide haben sich mittlerweile einen Kampf mit den Irrhalken geliefert und obsiegt. Freudig empfangen sie ihren jungen Bruder und nehmen ihn mit sich hinfort.
Die körperlichen Wunden der Lichtsucher schmerzen. Doch schlimmer sind die geistigen Wunden, die die pervertierten Erinnerungen, der Kampf gegen Heerscharen des Widersachers und die Pforte des Grauens hinterlassen haben. Nachdem die Wirkung des Harmoniesegens und der Segnung der stählernen Stirn langsam nachlässt, brechen die Lichtsucher zusammen und verfallen langsam aber unaufhaltsam einem Wahnsinn, aus dem sie erst eine lange Zeit später befreit werden können. Zwei Jahre lang muss ihre Queste ruhen, während die Lichtsucher in verschiedenen Noionitenklostern ihren zerrütteten Geist zu ordnen suchen.

Vorsätze für 2017

Das Jahr 2017 ist angebrochen (falls es jemand noch nicht mitbekommen hat) und ich habe mir diesmal ein paar Ziele für dieses Jahr gesetzt um die Performance meines Eskapismus zu steigern. Hier sind also die Sachen, die ich in den nächsten (fast) 365 Tagen schaffen will. Ich werde hier regelmäßig updaten, um meinen Fortschritt zu dokumentieren – und euch an der unterschwelligen Verzweiflung teilhaben zu lassen, wenn etwas kaum mehr erreichbar ist.

Lesestoff
Vor allem arbeitsbedingt komme ich seit eineinhalb Jahren wieder vermehrt zum Lesen. Dieses Jahr versuche ich 24 Bücher zu beenden. Das ist dann ungefähr die Hälfte der Werke, die aktuell auf meinem digitalen Lesestapel liegen.

Warum gehört dies überhaupt hier auf einen DSA-Blog? Weil ich aus Medien viele meiner Ideen für Spielrunden nehme. Mal sind diese offensichtlich und Spieler erfreuen sich der Anspielungen, manchmal verborgen und nie erfährt jemand von der Inspirationsquelle, oft bemerke nicht einmal ich, dass ich etwas adaptiert habe. Vielleicht könnte ich daraus mal einen Blog-Artikel schreiben…

Erledigt

  1. Brandon Sanderson – The Final Empire
  2. Judith und Christian Vogt – Die verlorene Puppe
  3. Randall Munroe – what if?
  4. David Leviathan – Letztendlich sind wir dem Universum egal
  5. Partick Ness – A Monster Calls
  6. Jostein Gaarder – Sofies Welt
  7. Dan Wells – I’m not a serial killer
  8. Robert Harris – Konklave
  9. Jay Asher – !3 Reasons Why

Verwendete Buchstaben
Ich bin ein großer Fan von Podcasts, doch leider bietet das Hobby Rollenspiel nicht genügend qualitativ ausreichenden Output, um damit genügend versorgt zu sein. So habe ich in der letzten Zeit die Schreibdilettanten und Writing Excuses entdeckt. Durch beide wurde der Wunsch in mir stärker, mich mal abseits von Abenteuern und der Vorbereitung von Rollenspiel mit dem Schreiben zu beschäftigen. Für dieses Jahr habe ich mir das sportliche Ziel gesetzt 75.000 Wörter in Geschichten zu schreiben und – aber da werde ich keine Garantie abgeben – den NaNoWriMo mitmachen. Ich bin gespannt und habe Angst vor der Qualität meines Outputs… Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sich der Rahmen der ein oder anderen Wortsammlung in der Welt von Aventurien befinden wird und die Geschichte eventuell sogar hier auftaucht, oder ich wenigstens darüber schreibe.

Erledigt

    0 Wörter

Gedruckte Buchstaben
Es soll eine Veröffentlichung mit meinem Namen als Autor geben. Die Wahrscheinlichkeit ist gar nicht so gering, doch es ist noch einiges zu tun (in viel zu kurzer Zeit). Es wird ein Rollenspielprodukt, jedoch kein DSA. Dazu werde ich bestimmt irgendwann irgendwo mehr schreiben.

Erledigt

    0 Veröffentlichungen

Eine Kampagne beenden
Auf mir liegt bisher ein Fluch, genauer ein DSA Kampagnen Fluch. Ich spiele seit…naja…viel zu vielen Jahren und habe es bislang nur bei einer einzigen Kampagne geschafft, diese auch zu Ende zu spielen (die Simyala-Kampagne war es). Ansonsten immer Abbrüche. Orkland-Trilogie: abgebrochen. Phileasson: zwei Mal abgebrochen. Jahr des Feuers: einmal abgebrochen (ein neuer Versuch läuft gerade). Am schlimmsten wiegt aber immer noch die Borbarad-Kampagne, deren Abbruch direkt vor der Endschlacht geschah. Ihr seht: Ein Fluch!

Doch dieses Jahr soll er gebrochen werden. Dieses Jahr beende ich den Mondenkaiser. Man mag sagen, dass der Mondenkaiser gar keine Kampagne ist, doch wir werden mit dem Hauptwerk und einigen Vorabenteuern 9 Wochenenden in Almada verbracht haben. Ich finde das zählt als Kampagne. Wenn das Abenteuer beendet ist werde ich mich auch einer ausführlichen Beurteilung widmen.

Erledigt

    1 Mal den Mondenkaiser beenden

Zwei Kampagnen weitertreiben
Neben dem Mondenkaiser leite ich – wie man auf diesem Blog wohl merkt – noch das Jahr des Feuers und die Quanionsqueste (wobei bislang noch nicht viel von dem namensgebenden Hauptwerk vorkam). Auch hier soll es weitergehen. Ich plane mit vier Wochenenden, an dem meine Lichtsucher weiter Beweisen, dass der größte Gegner für Praioten der eigene Charakter ist. Ich werde euch in Form von Spielberichten auch weiterhin an der Runde teilhaben lassen (einer steht auch noch aus), in der Hoffnung, dass der ein oder andere Spielleiter der Kampagne daraus einen Nutzen ziehen kann.

Daneben soll es zwei Termine für das Jahr des Feuers geben. Wie man sieht ist die Taktung hier eher selten, doch sind wir mittlerweile im letzten Band angelangt und gehen mit langsamen, aber beharrlichen Schritten dem Finale entgegen. Endlich, denn seit Jahren steht schon das persönliche Setup der Charaktere und ich brenne darauf, sie zum heroischen Finale – oder Scheitern – zu führen.

Lichtsucher Termine

    2 Mal

Jahr des Feuers Termine

    0 Mal

Eskapismus-Klassentreffen
Auch in diesem Jahr stehen ein paar Cons auf dem Terminkalender. Den Auftakt soll die Heinzcon machen, bei der ich letztes Jahr zum ersten Mal war und die mir außerordentlich gut gefallen hat. Eventuell trage ich sogar mit einem offiziellen Programmpunkt bei…eventuell.

Als nächstes will ich meine Premiere auf der NordCon geben. Schon zwei Mal fand sie statt, seit ich im Norden der Republik wohne, doch immer kam das Leben dazwischen. Das soll mir dieses Jahr nicht passieren. Ich bin mal gespannt, was mich erwartet, habe ich doch viel Gutes von der Con gehört und es bietet die Gelegenheit mal andere Leute zu treffen als auf den Conventions in NRW.

Eine solche ist die FeenCon und auch dazu werde ich die Reise ins Rheinland wieder antreten. Sie ist wirklich wie ein Klassentreffen, sind doch jedes Jahr dieselben phantastischen Leute anwesend.

Besuchte Cons

    1 Con

Und hier?
Ich habe mir vorgenommen, wieder mehr hier zu schreiben. Spielberichte wird es wie oben geschrieben geben und das Ende des Mondenkaisers bietet die Gelegenheit sich endlich ohne Furcht davor, die Gruppe zu spoilern, dem Thema ausgiebig zu widmen. Was außerdem schon in der Entstehung ist, ist ein Tutorial zum Karten erstellen. Ich hoffe zwei Beiträge im Monat zu schreiben – inklusive diesem.

Blogartikel

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