Das Turnier für Nichtkämpfer

So passend und wirkungsvoll ich den Einstieg in die Kampagne mit dem Frühlingsturnier in Gareth auch finde, so birgt es doch die große Frage, was man denn in diesem Kapitel mit Helden anfängt, die ihren Fokus nicht in Kampftalenten legen und keine großen Chancen im Turnier haben. Ein erstes Brainstorming zu diesem Thema soll dieser Beitrag bieten.
Eine Möglichkeit, die man im DSA4Forum findet ist das Abenteuer ‚Fesseln der Angst‚ mit dem ersten Kapitel von Schlacht in den Wolken zu verknüpfen. Ich fand diese Idee sehr verlockend und habe es auch umgesetzt – leider mit keinem großen Erfolg. Das Problem dabei ist, dass man eigentlich parallel zwei verschiedene Abenteuer spielt und dies mit dem Zweck, die Gruppen zu teilen, damit nicht kämpfende Helden auch etwas zu tun haben. Dies führte zu großen Pausen, wenn der andere Teil der Gruppe am Zuge war und wenig Interesse für die fremden Parts. Zum anderen kam das Problem auf, dass ein aktiver und neugieriger Spieler gerne beiden Teile bespielen wollte und dies zu Problemen führte. Um diese Probleme zu umgehen werde ich also die Einschränkung treffen, dass jede Szene im direkten Umfeld angesiedelt sein soll*.

Hengst und Stute
Zunächst wollen wir bei ‚A Song of Ice and Fire‘ klauen. Ein kundiger Held könnte bei einem Besuch im Stall feststellen, dass der Hengst des Schwarzen Ritters auf ein anderes Pferd besonders wild reagiert. Untersuchungen zeigen, dass dies Pferd eine rossige Stute ist, so dass sich die Helden diese Erkenntnis zu eigen machen können. Reiten sie im Buhurt diese Stutue oder schaffen es mit Alchemie oder Zauberei eine Rossigkeit bei ihren eigenen Pferden vorzutäuschen, so können sie sich hier einen Vorteil verschaffen.

Doping
Ein eher mittelmäßiger Gegner beim Turnier verbessert seine Fähigkeiten mittels eines Geschicklichkeitstranks. Da er rein alchimistisch ist, ist es schwer die Nutzung des Trankes nachzuweisen. Jedoch ist dieser Gegner abhängig von dem Trank geworden, so dass die Helden auf verschiedenen Wegen Hinweise bekommen können:
– durch die unterschiedlichen Leistungen im Kampf
– der Gegner braucht Geld für weitere Tränke und versucht dieses von den Helden zu bekommen
– der Gegner bekommt aufgrund der Schulden, die er für den Kauf der Tränke angehäuft hat, Ärger mit einer Unterweltbande. Er bittet die Helden, ihm zu helfen
Hier könnte man auch den Plot um die gestohlene Lanze mit einflechten

Der Heiler
Einer der Heilkundigen, die stark verletzte Teilnehmer des Turniers versorgen, hat es auf einen der Gegner der Helden abgesehen. Als einer der Helden ihn also im Kampf so stark verletzt, dass er der Wundeversorgung bedarf, sieht der Heilkundige seine Chance gekommen. Bei dem Verbinden der Wunde vergiftet er den Gegner zudem mit Waffengift, so dass dieser stirbt. Der Held sieht sich nun also mit der Anschuldigung konfrontiert, den Kampf mit Waffengift begangen zu haben und somit die Schuld am Tod des Gegner zu tragen. Damit ist die Aufgabe der Gruppe die Vorgänge aufzuklären und den Schuldigen zu finden.

*Zu späterer Zeit will ich mir auch mal Gedanken machen, wie man den Magierkonvent stärker in das Abenteuer einbringen kann und auch hier Szenen für das erste Kapitel erarbeiten (und auch da versuchen, eine Verknüpfung mit dem Turnier zu schaffen).

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Eine Antwort zu “Das Turnier für Nichtkämpfer

  1. Mittlerweile habe ich die Szene ‚Der Heiler‘ im Turnier am Anfang von Der Mondenkaiser eingefügt und erfolgreich bespielt. Hier ist ein kurzer Spielbericht des Teils (leichte Spoiler zu Der Mondenkaiser sind enthalten):

    Handelnde Helden:
    Moritatio, Fähnrich der Kavallerie und Neffe von Gwain von Harmamund
    Cydonia, Korgeweihte
    Ishanns, der Hellsicht kundige Falkenhexe
    Boronathan, Borongeweihter

    Markttag, 19. Efferd 1034 BF:
    Zahlreiche Almadinhüter, unter anderem Vesijo de Fuente, nehmen am Turnier teil; Stadtgardisten suchen die Helden später in den Madathermen auf, um Moritatio festzunehmen; er wird beschuldigt, seinen Kontrahenten Rashid El’Ankhra mit Drachenspeichel vergiftet zu haben; außerdem wird ihm zur Last gelegt, eine Liebesbeziehung zu einer Verwandten des Vergifteten gehabt zu haben, was durchaus sein könnte; Moritatio beichtet den anderen, er hatte einst eine Liebelei mit einer Novadi namens Shaharazad, als er in Omlad stationiert war; doch eines Tages ist sie spurlos verschwunden und er hat sie nie wieder gesehen; Boronathan und Cydonia berichten das dem Marschall Gwain von Harmamund, der es überraschenderweise schon wusste, da ein Kamerad seines Neffen (Gisbert von Gleuen) es ihm verraten hatte; Übernachtung in der Garnison.

    Praiostag, 20. Efferd 1034 BF:
    Austausch zwischen den Helden; Cydonia verschweigt Moritatio, wer ihn und Shaharazad beobachtet hat; auf dem Turniergelände herrschen merkwürdige Gerüchte über Alara Paligan und Moritatio; Boronathan und Cydonia gehen ins Lazarett, um mit den Wundärzten zu sprechen; ein Mädchen namens Unicornia hat Verbände gebracht; der Medicus Perainiño, der Rashid El’Ankhra behandelt hat, kommt zu spät; Befragung des Medicus, der sich durch einen Blick in die Gedanken von Ishanna als Giftmischer enttarnt; Cydonia verhört den Medicus im Beisein des Marschalls Gwain von Harmamund, der berichtet, er sei per Brief von den Almadinhütern angewiesen (und halb erpresst) worden zu dem misslungenen Mord; außer dem Gift war bei dem Brief noch die Inrahkarte Ritter des Eises dabei, die Bedeutung ist allerdings unklar; Moritatio darf endlich wieder aufs Turniergelände, während sich der Medicus am Abend in der Zelle erhängt; vermutlich steckt Vesijo de Fuente dahinter.

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