Adaption von ‚Tödlicher Wein‘ für Gareth

Nach der Lektüre der Gareth-Box fiel mir auf, dass durch die Setzung des ansteigenden Boronwein-Konsums in Gareth die Grundlage für das Uralt-Abenteuer ‚Tödlicher Wein‘ aus gleichnamiger Anthologie mit Havena-Abenteuern gelegt ist und so die Möglichkeit besteht, es in die Capitale des Mittelreiches umzusiedeln.

Hier ist ein Mitschrieb des Abenteuers aus der Sicht eines Helden (Wulfen von Stoerrebrandt-Salderkeim).

Tödlicher Wein

Beteiligte Helden

Wulfen von Stoerrebrandt-Salderkeim (Schwertgeselle)
Bornländer, 195HF, hager und sehnig, halblange dunkelbraune Haare, schwarze spöttisch blickende Augen, schaut meist recht streng
Edle und immer modische Kleidung, Schecke, Houppelande, Gugelhut, Schnabelschuhe und Trippen, oft ein Kurzschwert, manchmal ein Anderthalbhänder als Standessymbol (gerüstet: Modische leichte Platte garether Machart und Schaller)

Janne Peddersen (Buchhalterin/Hexe)
Bornländerin, 175HF, wilde braune Haare, dunkelbraune Augen, wirkt androgyn
Trägt Stadtkleidung, Hose, Buch im Lederbeutel (Geschäftszahlen)

Larjan Wolpje (Söldner)
Bornländer, 180HF,braune schulterlange Haare, braune Augen, 26 Jahre, durchtrainiert und kräftig
Silberfalke (Umhang), Kettenhemd, Morgenstern, Dolch, Lederkleidung mit Pelzbesatz (solide Mittelklasse), Pelzmütze aus Wolf

Tasmin (Alchimist)
Mittelländer, 184HF, 19 Jahre, buntgemischte Augen, dunkelbraun, Wuschelig
weißblaues Hofnarrenkostüm mit 4 Glöckchen, zu lange Ärmel mit kleinem Dolch, bester Freund Handpuppe „Tosmin“, rotweiße Narrenrobe mit 4 Glöckchen

Bredo Eisenstein (Scharlatan)
Mittelländer, 176HF, 26 Jahre, männlich, blaue Augen, weißblonde Haare, Bart, Augenklappe
Bühne: „Magierrobe“, grün mit „magischen“ Symbolen, kleiner effektheischender Stab mit „Kristallkugel“, spitzer Hut in grün
Normal: Leinenhemd, weiß, schwarze Leinenhose, leichte Stiefel, Weste, Kapuzenumhang, breitkrempiger Filzhut mit gefärbter Gänsefeder, Langdolch

Handlung

14. TRAVIA (Oktober) 1034 BF
Wir trinken im Panzer und Schwert. Der Wirt, Dobran Ummingshausen, einbeinig wegen der Begegnung in der Schlacht auf den Silkwiesen mit einem Ork, scheint schon viel erlebt zu haben. Er erzählt vom Orkkrieg viele (und meist nur) halb wahre Geschichten.
Er zeigt uns für einen Heller ein Höllengefährt aus der Schlacht in den Wolken 1027 BF, das sich im Innenhof befindet. Tasmin und Bredo kommen nicht mit, sondern beobachten ein Pärchen, das Rauschmittel zu sich nimmt. Bredo verfolgt den Mann, der dem Pärchen eine Flasche mit berauschendem Wein verkauft hat. Der Mann im Wachsmantel steuert die Herberge Heldenrast an, wo er verweilt, bis Bredo wieder abzieht. Elger ist der Name des Mannes, soviel immerhin bekommt er mit.

Die Frau des Pärchens, Jannicke, fällt plötzlich um, und Wolpje stürzt hin, um zu helfen. Er hört noch von ihr: „Boronwein vom Roten Elger“ dann brechen die beiden nacheinander zusammen. Tasmin diagnostiziert ihren Tod. Außer einem penetranten Lakritzgeruch stellt er nichts weiter fest.
Die Wache kommt, stellt dumme Fragen. Sie bringen die Leichen zum Borontempel. Dobran schließt seine Kneipe.

Zuhause erzählt uns Bredo dann, dass er diesen Elger verfolgt hat, der den beiden das Fläschchen verkauft hat und anschließend in die Heldenrast gegangen ist. Er hat am Arm ein großes rotes Feuermal.

Wir gehen auch noch einmal in die Heldenrast, diese Absteige, sehen aber den roten Elger nicht. Wir gehen nach einem weiteren Schluck zu Bett.

15. TRAVIA 1034 BF
Bredo setzt sich ab und findet bei einem Kontakt bei der Stadtwache, Xenia von der Brache, etwas über Elger heraus. Der sei ein Hehler, den man in der Heldenrast finden soll. Dann sucht er einen Kontaktmann zur Gilde auf (wovon wir anderen nichts wissen), von der er den Auftrag bekommt, herauszufinden, wer das Zeug herstellt.
Tasmin analysiert den Boronwein und stellt pflanzliches Öl fest, eine schwarze kleine Rauchwolke steigt auf und bildet eine Schreckensfratze! Voll Schrecken zu uns.
In diese Szenerie platzt der zurückkehrende Bredo, der uns seine Erkenntnisse mitteilt. Bis zum Abend, wo wir verkleidet zur Heldenrast gehen.

Wir schnappen uns am Abend den Roten Elger und quetschen ihn aus in einer Gasse. Nach einiger Überredungskunst von Wolpjes Seite redet er. Er hat ein Angebot durch einen anonymen Brief bekommen, um Gold zu verdienen.
Er geht alle zwei Tage nachts zur Praiosstunde herunter zum Waisenhaus der Travia im Südviertel, wo ein toter Briefkasten steht. Dort steht eine Kanne mit dem Wein, er hinterlässt die Münzen.
Er hat zur Zeit 7 Philiolen mit dem Boronswein (im Wert von ca. 20 Dukaten). Wir lassen ihn laufen, nachdem er versprochen hat, das Zeug nicht mehr zu verkaufen. Wir wollen selbst in das Traviawaisenhaus, dem Heim zur Heiligen Celissa, gehen, um den Weinboten zu erwischen.

16. TRAVIA 1034 BF
Tasmin hat mitten in der Nacht (nach der Traviastunde) den Einfall, uns alle zu wecken, weil er einer weiteren Phiole Rauch entlockt hat, allerdings ohne neue Erkenntnis. Er braucht die restlichen 6 Phiolen für das Fangen des Rauchs, das ist die Erkenntnis.

Tasmin hat den Kellerkamin mit Teer und Holz verstopft und wir fangen den Rauch durch in einem Blasebalg.
Doch der Balsebalg dehnt sich aus und Risse öffnen sich, der Rauch strömt aus und bildet ein Rauchdornbuschmonster, das uns angreift! Es erwischt mich am Arm, doch mit Schürhaken, Eimer Wasser und Stuhlbein zerstören wir es, so dass das Wesen verfliegt. Es färbt den Boden schwarz, was Tasmin abkratzt. Auch etwas von dem entfleuchenden Rauch fängt er ein.
Bredo sieht mit magischem Blick, dass sich die Restmagie auflöst.

Bei einem Kanten Brot und einem Schluck dünnen Wein rekapitulieren wir und kommen zu dem Schluss, dass der Rauch agrimothischen Ursprungs sein muss, wie die Trümmer in Gareth auch vom Ursprung her diesem Erzdämon zugeordnet werden. Was für ein Unglück!

Das Waisenhaus
Dann machen wir uns auf zum Waisenhaus und arbeiten einen Plan aus. Mit einem Ignorantia Ungesehen schleicht sich Bredo in das Haus, nachdem der Publikumsverkehr zur achten Stunde abgeebbt ist. Wir anderen haben uns rund um das Haus verborgen.

Er kommt nicht wieder heraus! Nach 2 Stunden sehen wir eine Gestalt, einen Mann, mit die in das Haus geht, so langsamen machen wir uns Sorgen und dringen ebenfalls in das Haus ein. Wir finden Bredo im Empfangsraum, wo er sich offenbar versteckt hat. „Wovor nur? Du solltest doch nur die Räume erkunden!“
„Ich kam nicht raus, es war zu viel los. Aber ich stand wohl in meinem Versteck im Schrank auf einer Geheimtür. Die hat jemand zu öffnen versucht, das muss unser Mann sein! Er ist aber gelohen und hat etwas scheppernd fallen lassen.“
„Warum sagst Du das nicht gleich? Hinterher!“

Wir entzünden ein Licht, öffnen die Geheimluke und dringen nach unten vor über rostige Steigeisen. Eine Kanne liegt mit der nach Lakritz riechenden Flüssigkeit halb ausgeschüttet auf dem Boden. Ein Alchemielabor enthält nichts besonderes, außer einer seltsamen Pflanze, die hier in Haufen herumliegt. Ich nehme einen Sack voll mit, soll ein Pflanzenkundiger darauf schauen.
Wir finden ein Pärchen hinter einem verbarrikadierten Durchgang, dies ist die Gestalt, die sich hier hineingeschlichen hat, der hellhäutige, schwarzhaarige Mann, zusammen mit der Empfangsdame aus dem Traviahort, die reizende Racalla. Sie wissen nichts von dem Geheimlabor, haben sich hier einen Rahjaschrein errichtet, direkt unter dem Traviahort!
Wir versprechen ihnen, sie nicht zu verraten, wenn sie uns Einlass gewähren und wieder herauslassen.
Unsere Suche bleibt bis auf den Fund der Pflanzen (aus der Brache?), zwei Beutel mit 40 Dukaten und das Rezept von Boronwein mit Wurzelzusatz.

Bredo erwähnt die Existenz von Nirgendgassen, da wir den Mann nicht finden, das Kellergewölbe jedoch nur den einen Eingang unter dem Schrank und einen unter der Latrine über dem Rahjagewölbe hat.

Es muss also doch noch einen Ausgang geben, wenn er nicht gezaubert hat.

Morgengrauen des 17. TRAVIA 1034 BF
Wir kehren vor dem Morgengrauen zurück mit unserem Sack voller Agrimoth-Rüben.

Wir schlafen bis Mittag. Janne lässt eine Probe der Rüben bei der Kräuterkundigen Hexe Helke Borgert analysieren (im Hexenkessel in der Nähe der Brache im Sonnengrund), und erfährt, dass dies die sogenannte Vagrieswurzel aus Südaventurien, die für den Boronwein offenbar benutzt wird.

Janne und Bredo fragen mit einer weiteren Rübe im Zirkel der freien Wissenschaften nach, ob sie analysiert werden kann. Der Magier verrät zumindest, dass die normale Vagireswurzel nicht magisch ist. Sie schließen daraus, dass unsere Wurzeln nicht normal sind.

Wolpje und ich gehen zu Racalla, die uns sagt, dass neben ihr selbst auch andere Schüler inzwischen lernen, Kräutertränke zu brauen.

Pernevel: 18 Jahre, ist heute nicht da. Hat Kräuter besorgt, Kar ist sein Zimmergenosse.
Kar: hochgeschossener Junge, der uns über Pernevel alles mögliche erzählt, z.B. dass er sich gut mit Kräutern auskennt, und dass er oft nachts verdreckt und nass zurückkommt (verbotenerweise), auch wenn es nicht geregnet hat -> Unter-Gareth?

Wir beraten uns und dringen des Nachts wieder in den Alchimistenkeller ein, wo wir uns versteckt auf die Lauer legen.

Der Alchimist taucht auf, flucht im Gang, von wo aus er sieht, dass seine Säcke mit Rüben verschwunden sind, und verschwindet im Gang, ohne dass wir eine Chance haben, ihn zu erwischen, scheint er zu verschwinden.

Das muss eine Nirgendgasse sein, da wir keinen Ausgang in Richtung des Einsturzes finden! Nasse Spuren verraten, dass sich der Verschwundene wohl rückwärts den Einsturz hinaufbewegt haben muss.

Nach längerem Rätseln stößt Wolpje auf die Lösung: mit einem aus dem Waschraum herbeigeschafften Eimer Wasser übergießt er sich und geht rückwärts in Richtung des Einsturzes und… verschwindet! Wir haben ihn bereits verspottet, so nass wie er vor uns stand, doch jetzt bleibt uns die Spucke weg.

„Es ist doch nicht zu fassen! Schnell hinterher!“ Mit mehr Wasser durchweichen wir uns und gehen rückwärts, bis uns das Mauerwerk verschlingt und es schwarz um uns wird.

Im Talkessel des Agrimoth
Wir finden uns wieder mitten in der Dämonenbrache, umgeben von einem verseuchten Gestein und Klüften, die einen Talkessel formen. In dem Kessel sind wir ausgekommen, um uns herum Vagrieswurzelfelder.

Vor uns sehen wir ein Licht mit dem Jungen, offenbar Pernevel, der zitternd einen Dolch in unsere Richtung erhebt.

„Wirf den Dolch weg Junge!“ ruft Bredo, und er tut es.

Eine seltsame Stimme, die nicht Pernevel gehört, spricht: „So leicht kommt ihr mir nicht davon!“ und es erscheinen 3 pervertierte Dornbüsche, die uns bekämpfen. Mit Müh‘ und Not besiegen wir sie, aber sind kurz vor dem Ende.

Wir schnappen uns den verstörten Jungen und hasten zurück, gerade als sich weitere Schatten und Büsche aus den Dämonenfelsen

18. Travia 1034BF
Mutter Garherd ist die Oberin des Waisenhauses und ist durch unsere Schreie wach geworden – wir müssen uns erklären, und sie nimmt unseren Bericht streng, aber wohlwollend entgegen.

Da wir glaubhaft versichern können, dass ihr Zögling offenbar den Einflüsterungen des Herrn über die üblen Elemente erlegen ist, und wir ein Portal in die Dämonenbrache unter ihrem Waisenhaus gefunden haben, schenkt sie uns allen die Gnade einer wundersamen Heilung durch Travia.

Pernevels Geist ist durch die Erlebnisse in die Umnachtung geflohen und wird den Noioniten übergeben, Mutter Garherd ruft die Praioskirche, welche dieses unheilige Portal versiegelt und wir heimsen noch eine kleine Belohnung ein, so dass jeder von uns schlussendlich 16 Dukaten bekommt.

Die Traviageweihte bietet uns außerdem immer ein festes Dach über dem Kopf, falls wir einmal Bedarf haben.

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