DSA4 Abenteuerwettbewerb

Gestern hat die Seite DSA4 mit Unterstützung von Ulisses einen neuen, in der letzten Zeit recht selten gewordenen Abenteuerwettbewerb ausgeschrieben (mir fällt nur noch die jährliche Ausschreibung von Auf Aves Spuren ein). Begeistert habe ich Aufgabenstellung gelesen und möchte ein wenig dieser Begeisterung hier teilen.
Was ist also das Besondere an diesem Wettbewerb? Es gibt eine Zeichenbegrenzung auf 25.000 Zeichen, was in etwas 5 DIN A4 Seiten ergibt. Der Wettbewerb zielt also darauf ab, Kurzabenteuer, Szenarien und One-Shots zu generieren, welche es leider bei DSA zu selten gibt.
Da ich gerne auf Cons leite freue ich mich besonders über diese Fokussierung, auch wenn es für die Ausrichter des Wettbewerbes wohl eher eine Konsequenz der anderen Anforderungen (Testabenteuer für DSA5 und bald verfügbar) ist. Denn von allen offiziellen Abenteuern für DSA, die ich bislang auf einer Con geleitet oder gespielt habe, schaffen es nur wenige auf die Länge von 4-6 Stunden, so dass man sie gut spielen kann, ohne dass es zur Tagesaufgabe wird. Unsere „1W6 Freunde“-Ausflüge dagegen, die man nach einem anstrengenden Con-Tag gerne Abends einschiebt, haben diese Zeitgrenze noch nie überschritten.

Was ich mich frage ist, warum es so wenig Angebot bei DSA gibt. Denn mit dem Aventurischen Boten gibt es doch eine ideale Plattform für solche kurzen Abenteuer. Leider kranken meiner Meinung nach jedoch viele Szenarien aus dem Boten entweder an der geeigneten Kürze oder an der geeigneten Qualität – oft an beiden…

Mir scheint es, dass die Szenarien im Boten oft den Aventurischen Hintergrund bedienen, doch leider wird kein Szenario nur dadurch gut, dass es Teil vom Metaplot ist (wie es, so wie ich finde, bei „Der Erbe der Nordmarken“ ist). Ich befürchte, dass die Entstehung vieler Szenarien damit beginnt, dass der Autor eine Begebenheit, einen Ort, ein Mysterium oder eine Person näher beleuchten will. Ich finde, dies ist eine nettes Accessoire eines Abenteuers, doch dem Spielspaß hilft es nur, wenn das Szenario selbst auch zu fesseln vermag.
Hintergrund funktioniert meist jedoch langfristiger. So wertet ein Prequel eines anderen Abenteuers dieses Prequel auf, da es den Hintergrund langfristig aufwertet. Wenn der Antagonist schon eingeführt wird, das Mysterium schon vorgestellt wird, so wirkt dies nur in Verbindung mit dem größeren Abenteuer.

Es sollte am Anfang eines Szenarios also nicht unbedingt die Frage des Hintergrundes stehen, sondern die der Handlung. Ist diese gut gemacht, vielleicht sogar noch innovativ, dann wird es auch ein gutes Szenario. Zudem lassen sich diese Ideen oft auch in den aventurischen Hintergrund einbetten, wie man bei „Zerbrochen“ wunderbar sehen kann.

So soll dieser Text zwei Sachen bewirken.
a) Es soll – bei den circa zwei Lesern dieses Blogs – die Lust auf den Wettbewerb schüren. Vielleicht überlegt sich jemand sogar, sein eigenes Werk einzureichen, ist die Hemmschwelle bei nur 25.000 Zeichen doch nicht allzu hoch.
b) Ich hoffe ein wenig das Bewusstsein geschürt zu haben, dass auch ein DSA-Abenteuer von der Handlung und nicht vom Hintergrund lebt.

Ich spiele selbst auch mit dem Gedanken einen Beitrag zu verfassen. Nun muss nur noch mein Terminkalender zustimmen und die rechte Idee einfallen.
Falls ich mich jedoch ans Werk mache kann es gut sein, dass ich nebenbei noch kleine Werkstattberichte poste, damit ihr an der Schöpfungsgeschichte beteiligt seid.

Link zur Wettbewerbsausschreibung:
http://www.dsa4forum.de/viewtopic.php?f=7&t=36894

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