Zerbrochen

In meiner Version vom Jahr des Feuers habe ich mich entschieden, das Kapitel um den Krieg am Großen Fluss herauszulassen und die Helden zurück nach Gareth und da auf die Spur Coran Grassbergers zu führen.

Hier ist ein Bericht über die Erlebnisse der Helden:

Teilnehmende Helden
Falkerich Travinior von Wolfenstein – Gänseritter
Ariadne von Rodiak zu Gernebruch – praiosgläubige Schwertgesellin
Haldan Etilion – Golgarit
Salandrion Klingensang von Rabenmund – kämpfender Halbelf

19.Ingerimm 1027 BF
Haldan träumt und erwacht mit einem Schrei.
Zum Vorlesen oder Nacherzählen
Die Splitter der Zukunft liegen vor dir. Ein Fuchs windet sich – ist rot von seinem eigenen Blute, welches aus zahlreichen Wunden strömt und goldene Scheibe beschmutzt, auf die er gebettet ist. Der alte Rabe, der jahrelang dem Hund, einem Winhaller Wolfsjäger, gelauscht hat, schafft noch einen kleinen, leuchtenden Goldklumpen unter einen Stein, bevor der Bann der Dunkelheit ihre Sinne nimmt und sie auf Reisen schickt. Es ist ihr Flug, der den Fäulnisgeruch an den Ort bringt, wo weiße Federn auf der schwarzen Erde liegen – und daneben der Stab des Erinnerns, Vergessens und Verfolgens, in fünf Stücke zersplittert.

Wir besprechen uns mit Rondrigan und Eslam von Eslamsgrund, welche uns über die Lage im Reich aufklären.
Wir wollen in Garetien und Darpatien nach em Rechten sehen und in Gareth nach Haldans Traum forschen.

26. Ingrimm 1027 BF
Im Tempel des Schweigsamen
Wir biegen jedoch vor Alt-Gareth östlich ab zum Gebeinfeld des schweigsamen Gottes, da wir zunächst zum Borontempel wollen, um Bruder Stygomar zu suchen. Dieser begrüßt und erzählt uns, dass Schwester Adelinde verschwunden ist, die alte Noionitenschwester, die sich einst der Seelenheilung Coran Grassbergers angenommen hatte. Die Criminalkammer hat keinerlei Spuren gefunden. In jener Nacht, als sie verschwand, hatte Haldan seinen Traum!
Der Rabe in seinem Traum war ein weiblicher, also wahrscheinlich Schwester Adelinde. Der Winhaller Wolfsjäger muss Grassberger sein, denn das alte Winhaller Grafengeschlecht trug diesen Namen. Bruder Stygomar meint, dass das Seelentier des Coran Grassberger ein Wolfsjäger sei. Der Goldklumpen, so ist Salandrion überzeugt, ist ein Geheimnis, das die Schwester versteckt hat, bevor sie verschwand.
Also machen wir uns wieder auf, um durch die Stadt zu kommen. Am Puniner Tor will Ariadne zwischen Nordmärker Truppen und der Stadtgarde vermitteln, da die Nordmärker Hellebardiere mit Korn nicht eingelassen werden. Die Vorräte jedoch werden dringend in Gareth gebraucht. Erst Falk schafft es mit einer flammenden Predigt, der Obristin ein schlechtes Gewissen zu machen, so dass sie abzieht mit ihren 25 Hellebardieren, statt sich in der Stadt breit zu machen. Das Korn übergibt sie den Bürgern Gareths.

Das Kloster der Noiona
Adelinde ist entführt worden, in der Nacht von Haldans Traum.
Ich finde einen Hinweis von Schwester Adelinde im Mauerwerk vor Jahren versteckt. Dort spricht sie von der Hl. Etilia und dem Irrglauben, den Coran Grassberger (Bruder Zyriak) über sie anhing.
Die Mitinsassin Elona von Gareth weiß über den Inhalt, doch hat sich laut Bruder Bogumil vor Jahren schon selbst entleibt. Sie war eine gesuchte Ketzerin, von der KGIA hier abgeliefert.

27.Ingerimm 1027 BF
Die Kaiserlich-Garethische Zentralregistratur
Das halbzerstörte Gebäude ist in sehr schlechtem Zustand, ein Teil ist gar geschmolzen.
Wir klettern die Kellergeschosse hinab, ein Loch gähnt durch die Geschosse. Unten ist ein Irrhalk, ein Asqarath, der im Boden geschmolzenen Gesteins gefangen scheint. Haldan fängt an ihn zu exorzieren. Beeindruckt beten wir mit ihm, und unser Gefährte ruft die Macht Borons auf das Unwesen herab. Es windet sich und verschwindet, vergeht nicht einmal in einer Explosion, sondern ist nach dem Ritual einfach verschwunden.
Wir finden die Akte Elonas von Gareth, die der Magierphilosophie angehangen hat, sie hat sich mit den Chroniken von Ilaris beschäftigt. In der Dämonenbrache ist tatsächlich ein Ort des Namenlosen, den sie wohl mithilfe einer Karte gefunden hat.
Die Chroniken besagen, dass Ethilia angeblich ein Vampir war, ein Kind der Nacht, das vom Namenlosen geschickt wurde, um Boron selbst zu verführen. Doch angesichts seiner bleichen Herrlichkeit verliebete sie sich in ihn und gebar ihm Marbo.
Sie wurde zuvor an sieben dem Namenlosen heiligen Orten geweiht, die vor den Göttern verborgen sind, auch im Herzen des Kontinents, also Gareth. Wir glauben, dass wir einen solchen Ort suchen, möglicherweise in der Dämonenbrache.

28.-29.Ingerimm 1027 BF
Die Karte weist uns westlich des gesplitterten Berges, wie die Überreste von Kholak-Kai nun genannt werden, und Haldan übernimmt die Führung. Die Brache ist sumpfig, waldig und schlammig, stößt Gas aus, das Laubdach über uns verdorben und grau. Ab und an sehen wir das Laubdach durchbrochen und wir können einen Blick auf den gesplitterten Berg erhaschen, aus dem Vibrationen und pulsierende Geräusche dringen.
Haldan wird von einem Untoten, der aus einem Sumpfloch greift, angegriffen, und wir machen einen Umweg, um dieses Loch zu vermeiden.
Danach stolpern wir über einen Baum, der einen Menschen verschlungen zu haben scheint. Erst als Falk einen Traviasegen spricht, löst sich unter vielen Daunenfedern der Baum auf und verwandelt sich in Schlamm.

Das Jahr 50 Fran
Wir entfernen uns und es wird dunkel, wir entzünden Lichter. Wir kommen dort an eine Lichtung mit einem Haus, an das sich Ariadne mit mir anschleicht. Ein Mann und eine Frau leben anscheinend dort, in einem schönen kleinen Haus im Wald.
Berindro und Lucretia meinen, wir hätten das Jahr 50 Fran Horas! Doch als wir uns abwendet und die Tür schließen, löst sich alles auf und wird dunkel.

Die Senke des Namenlosen
Wir entdecken nach einigem Suchen eine Senke, in deren Nähe das Dhaza stark und die Götter schwach sind. Drachengardisten haben ein Lager errichtet, dort entdecken wir 7 Skelette, drei Drachengardisten, drei andere Personen. Aus einem Zelt wird eine alte Borongeweihte gezerrt, die blutüberströmt und leblos zusammenbricht. Das war leider wohl Adelinde. Wir müssen herausfinden, was hier gespielt wird, auch wenn die Geweihte jetzt nichts mehr retten kann.
Wir warten den Anbruch des neuen Tages ab, damit die Skelette unter dem Baldachin gefangen sind, den wir bemerken. Denn Praios‘ Strahlen halten sie in Schach, normalerweise. Hier in der Brache jedoch könnte es vielleicht passieren, dass es sich ganz anders verhält. Trotzdem, das Risiko ist es wert.
Wir decken also das Lager mit Brandpfeilen ein, Haldan zerschmettert die Skelette und wir verwickeln die Söldner in Nahkämpfe.
Leider brennt auch ein Zelt, in dem Gefangene sind: eine weitere Borongeweihte und ein älterer Mann! Marbonet und Coran Grassberger können wir retten.
Sie wachte aus der Ferne über Coran, in einem Marboschrein nicht weit von hier. Er hatte diesen Platz als Heimstatt gewählt, die als einzige Schutz vor Borons Träumen bot, die ihn nicht mehr losließen, denn die Götter haben hier keine Macht.
Anhänger des schwarzen Drachen haben Schwester Adelinde entführt, welche ihnen Hinweise auf die Senke gab. Anscheinend sollte Corans Seele zersplittert werden, in einem Ritual Thargunitoths, was noch nicht abgeschlossen ist. Er liegt ohne Bewußtsein in einem Trog mit Blut von Schweser Adelinde. Doch an dem Marboschrein kann uns Marbonet in die Traumwelt des Coran schicken. Er ist zur Zeit nicht ansprechbar.

Der Traum des Coran Grassberger
Schwester Marbonet führt uns zum Schrein der Marbo, wo sie uns in einem Ritual in Trance versetzt. Um uns verschwimmt die Welt und wir kommen in Corans dunklen Träumen der garether Nekropole, in welcher er als Totengräber arbeitet. Es gibt dort vier Nasoleen, in denen wir in andere Zeiten aus Corans Leben kommen, und alle Corans müssen anscheinend zusammengeführt werden. Coran als Totengräber, als kleiner Junge in Winhall, als Verrückter „Bruder Zyriak“ im Noionitenkloster, als Freischärler „Der Tod“ auf Maraskan, „Fallensteller Reto“ in der Senke des Namenlosen in der Dämonenbrache. Wir kehren mit den fünfr Grassbergers auf das Gräberfeld zurück, und damit erwachen wir aus dem Traum des Totengräbers.
Der alte Coran sagt uns: „Der Stab ist nicht tot, er schläft nur. Meine Seele wollte der Gott des Todes, damit der Stab wieder von Energie erfüllt ist, die ich ihm im Puniner Rad opfern sollte.“
Ich meine zu ihm, dass sich jetzt sicherlich viele weitere Schergen Thargunitoths um seine Seele reißen werden, und er daher besser in die Hände des Herrn Boron begeben sollte. „Ihr habt recht“, meint er und stößt sich einen Dolch in die Brust.
Er stirbt vor unseren Augen, und wir hoffen, dass er nun Frieden findet. Schwester Marbonet ist genaus geschockt wie wir, und wir bahren ihn auf.
„Ich glaube, er wäre gern in Gareth bestattet worden“, meint die Schwester, und so nehmen wir ihn mit.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s