Die letzte Bastion – Zusammenfassung

Zum vierten Mal ziehen meine Lichtsucher aus um der Quanionsqueste zu folgen. Nach den Ereignissen im Hohen Norden gibt es nun den klimatisch maximalen Wandel und der Weg führt die Helden in die Wüste Khôm. Leider musste eine Spielerin diesmal leider absagen, so dass Birsel von Binsböckel leider nicht dabei ist und die Gruppe für dieses Abenteuer aus folgenden Protagonisten besteht:

  • Ihre Liebden Arva-Lucia von Firdayon-Bethana, tatkräftige horasische Adelige
  • Seine Exzellenz Bonnaro Trequona Berlînghan
  • Seine Hochwürden Schelacharwin Praiotius von Kaldenberg
  • Seine Ehrwürden Armengo Brás di Balligur
  • Ihre Gnaden Ariadne von Rodiak zu Gernebruch

30. Tsa 1030 BF
Wie abgesprochen finden sich die Lichtsucher in Punin ein, um am nächsten Tag aufzubrechen. Der örtliche Praios-Tempel hat sich bereit erklärt für die Versorgung der Expedition aufzukommen und so ist, als die Lichtsucher mit ihrer Kutsche Omlad erreichen, bereits für Kamele, für die Witterung passende Kleidung, (Bestechungs-)Geschenke und natürlich einen Führer gesorgt, den Novadi Yazim ai Yasgarod, der seiner Sippe für den Götterfürsten den Rücken kehrte, und seine Begleiter Tassilo, Alrik Zwerchfurter, Hasraba, Nedim und Jonadime. Man quert die Amhallassih-Kuppen entlang der geschleiften Grenzfestung Al’Keshir und kurz darauf kommt es bereits zu einer ersten kleinen Reiberei mit einem Wüstensohn, als Brás versucht einem reisenden Novadi in einer Wegherberge sein Einzelzimmer abzukaufen. Am darauffolgenden Morgen – die Gruppe hält gerade eine Andacht vor der Herberge – stört der Novadi sie vom Turm mit seinem Morgengebet. Doch Brás Chorstimme übertönt ihn und so bleibt den Praioten zumindest ein erster kleiner Sieg. Glücklicherweise zieht der Novadi in die entgegengesetzte Richtung und der weitere Weg in Richtung Wüste, deren Rand die Expedition am 9. Phex erreicht, verläuft ereignislos.

13. Phex 1030 BF
Die Lichtsucher erreichen El’Ankhra. Die Oase, in der die einzigen festen Gebäude der Funduq und der Zwinger, in denen Löwen zu Ehren Rastullahs gehalten werden, sind. Obwohl die Beni Ankhra als der gemäßigste und toleranteste Stamm der Novadis gelten, schlägt den Lichtsuchern Misstrauen entgegen, als sie durch die Oase ziehen und ihr Lager abseits der Einheimischen aufschlagen. Am Abend nähert sich Bonnaro respektvoll einer Gruppe Novadis und wird von ihnen auf eine Cheriacha-Pfeife eingeladen. Später in der Nacht – die anderen schlafen bereits – stößt er im Dattelhain auf eine junge Novadi, die in sein charmantes Zwinkern bei der Ankunft der Karawane eine Menge mehr hineininterpretiert hat, als er wohl beabsichtigt hatte. Im Drogenrausch missversteht er sie jedoch völlig und verspricht ihr, sie in die Kirche des Praios aufzunehmen und aus der Wüste hinauszuführen. Er nimmt die junge Frau, die auf den Namen Nahema hört, mit ins Zelt der Gruppe und beabsichtigt ihr im Gemeinschaftsbereich die Lehren des Götterfürsten näher zu bringen. Schelacharwin will Bonnaro aber bei seinem Plan die junge Novadi aus der Wüste zu führen helfen, wenn sie sich denn aufrichtig zum Kult des Sonnengottes bekennt. Lucias Einwände, dass dies eine Vendetta ihrer Familie zur Folge hätte, wiegen für die beiden nicht schwer genug und so machen sich der Praetor und die Prinzessin auf um mit dem Vater des Mädchens zu reden, der den unheilvollen Ehrennamen al’Ahmad hört, was so viel wie „der Rächer“ bedeutet. Wie befürchtet ist er entsetzt vom Plan seiner Tochter, kann aber durch die sachliche und höfliche Argumentation des Praetors zu einem Kompromiss bewegt werden. Er gibt der Reisegruppe einen Tag Vorsprung und schickt seine 12 Söhne erst dann los um sie und seine Tochter zu töten. Schelacharwin und Lucia kehren zurück zu den anderen und organisieren den eiligen Aufbruch der Reisegruppe, die mit einem Eilmarsch in Richtung Süden weiterzieht um der Rache des wütenden Vaters zu entgehen.

19. Phex 1030 BF
Die Lichtsucher erreichen die Oase Terekh, ohne dass sie von den nach Rache dürstenden Brüdern Nahemas hätten eingeholt werden können. Wie von bereits Lucia angedeutet, ist sie in der Oase der Beni Terkui bekannt und als die Reisenden ihr Zelt aufschlagen, erreicht ein Bote des Scheichs Serham ben Furka die Reisenden, die die Prinzessin – die konsequent als El’Ucia angeredet und als Mann behandelt wird – und ihre Begleiter auf eine Feier des Scheichs zur bevorstehenden Geburt eines Kindes mit seiner dritten Frau einlädt.
Herausgeputzt nehmen die Lichtsucher an der Feier teil, die eher klein ausfällt, da dem Scheich nur eine Tochter geboren wurde. Er schlägt Lucia eine Hochzeit zwischen ihrem Sohn Eund seiner neu geborenen Tochter vor, wenn sie das zarte Alter von zwölf Jahren erreicht hat. Lucia gelingt es mit Mühe die Contenance zu wahren und windet sich aus der Verantwortung, indem sie die Entscheidung auf den Comto Protector überträgt. Später, nachdem die Lichtsucher ihr Essen separat eingenommen haben, da sie sich geweigert haben ein Gebet an Rastullah zu senden, kommt ein von Brandnarben entstellter Novadi auf Brás zu und versucht ihn wegen seines in seinen Augen unmännlichen Schmucks zu beleidigen. Brás übergibt ihm die Kette als Geschenk für den Sultan, doch dieser wirft sie nur in eine Ecke. Lucia erklärt Bonnaro, dass es sich bei dem Mann um Mustafan ben Rashid handelt – ein Wüstenräuber, der bei einem Karawanenüberfall als junger Mann seinen Vater verlor und Lucia, in der er nur eine weitere Ungläubige sah, zum Duell forderte. Seit Lucias demütigendem Sieg bringt er ihr nur Hass entgegen.

22. Phex 1030 BF
Von Terekh aus führt der Weg die Lichtsucher ab dem Morgen des 20. Phex 1030 BF abseits von üblichen Karawanenpfaden nach Osten immer tiefer in die Wüste. Yazim beobachtet aufmerksam das Wetter und offenbart, dass er das Nahen eines Sandsturms fürchtet. Plötzlich zeigt sich auf dem Kamm einer Düne aber eine ganz andere Bedrohung. Mustafan ben Rashid und zwei Dutzend seiner Getreuen haben die Lichtsucher zu Pferd verfolgt und greifen an. Hinter ihnen rollt zu allem Überfluss der befürchtete Sandsturm heran. Ein Blendstrahl aus Alveran, den Bonnaro auf die Gegner schleudert, und eine mit einem Desintegratus belegte Kugel Lucias können den Angriff zwar schwächen, dennoch lassen die Novadis einen Pfeilhagel auf die kleine Karawane niederregnen, der Schelacharwin und Ariadne verwundet und Jonadime dreifach getroffen niederstreckt, während Brás vom Götterfürsten geschützt und gar nicht getroffen wird. Sein Wort der Wahrheit zwingt sieben der Angreifer zur Umkehr. Ariadne schützt Lucia vor einem zweiten Pfeilhagel, während diese die Balestra nachlädt und Mustafan mit zwei gezielten Schüssen von seinem Pferd schießt. Seine Männer aber sind weniger demoralisiert als vielmehr angestachelt und reiten im Sturmangriff auf die Gruppe zu, um sie in den Nahkampf zu verwickeln, während der Sandsturm immer näher kommt und allen die Sicht zu nehmen droht. Yazim wird von einem Novadi der Schädel gespalten und das tapfer kämpfende Schwert der Kirche sinkt schwer verwundet nieder. Im Chaos des Kampfes können sich die Lichtsucher nur mit Mühe um die niedergestreckte Ariadne sammeln, auf die Brás schwer bedrängt einen Heilungssegen gewirkt hat und dabei Sand schlucken musste. Unter der von einem verendenden Kamel gezogenen Plane kauern sich die fünf zusammen und können nichts tun als den Sandsturm abzuwarten, der jetzt mit voller Wucht tobt.

Als der Wind nach zwei Stunden endlich nachlässt, offenbart sich den sich Gefährten nichts als Sand. Augenscheinlich sind sie die einzigen Überlebenden des Kampfes und finden sich ohne ihren Führer unter der unbarmherzig brennenden Sonne der Khôm wieder. Alle Vorräte sind unter Sand begraben und lediglich minimale Rationen Nahrung und Wasser, sowie ein Waqqif und einer von Lucias fragwürdigen Schnulzenromanen können gefunden werden. Die Versorgung der Wunden von Ariadne, Bonnaro und Schelacharwin kann nur unzureichend vorgenommen werden und selbst mit Hilfe eines Südweisers kann Lucia nur die ungefähre Richtung weisen, in der das nächste Wasserloch liegen soll, von dem Yazim vor seinem Tod berichtet hat. Der Praetor ist nicht vom Plan überzeugt in diese Richtung zu ziehen und legt all seine Hoffnung in Brás, der um ein Göttliches Zeichen bittet und es gewährt bekommt. Die Gruppe schleppt sich weiter, doch irgendwann verlassen Bonnaro und Schelacharwin die Kräfte und die beiden brechen zusammen. Lucia, die ebenfalls kurz vor dem Ende ihrer Kräfte ist, gräbt eine Kuhle, in der die drei rasten und zurückbleiben, während Brás – der sich die Erschöpfung beseelt vom Glauben an Praios kaum anmerken lässt – und Ariadne weiter ziehen um das Wasserloch zu suchen. Insbesondere der Praetor scheint von jeder Hoffnung verlassen zu sein. Er ist sich sicher an diesem Ort sein Leben zu lassen und offenbart Bonnaro und Lucia im Delirium, dass er sich einst bei der Inquisitorenprüfung aus der Dämonenbrache floh und sich später zurückschlich.

Ariadne und Brás finden mitten in der Nacht ein kleines Wasserloch, doch das Wasser ist salzig und ungenießbar. Mit einem Tranksegen können sie das Wasser jedoch genießbar machen, trinken sich satt und füllen den Wasserschlauch, bevor sie sich auf den Rückweg zu den anderen machen.

23. Phex 1030 BF
Ariadne und Brás erreichen die anderen im Morgengrauen. Gemeinsam schleppen sich alle zum Wasserloch zurück. Nach etwas Erholung und Meditation ziehen sie weiter – im Grunde ohne Hoffnung ihr Ziel tatsächlich zu erreichen.

25. Phex 1030 BF
Schließlich werden die Lichtsucher endgültig von ihren Kräften verlassen. Halb ohnmächtig bekommen sie mit, wie sie von Gestalten in die nahe Bastion geschleppt werden und versorgt werden. Auf die mühsam vorgebrachte Frage wo sie sich befinden, bekommen sie die Antwort, dass sie die Khômwacht Praiossieg erreicht hätten.
Als sie jedoch am Abend erwachen, finden sie sich in einem ansonsten menschenleeren verlassenen Schlafsaal vor. Schatten und Rast haben zwar einige Kräfte freigesetzt, dennoch sind sie immer noch genauso durstig wie bei ihrem Zusammenbruch in der Wüste. Eine Erkundung der Bastion offenbart, dass sie verfallen ist. Brás und Schelacharwin erinnern sich, dass mit dem Bau der Khômwacht Praiossieg schon während des ersten Khômfeldzugs des Marschalls der Sonnenlegion Praioslob von Selem begonnen wurde. Jahrhundertelang lag sie als Bauruine brach, bevor die vorletzte Priesterkaiserin Amelthona Praiadne II. sie während des Zweiten Khômfeldzugs 452 BF vollendete. Zentrum des Gebäudekomplexes ist ein teilweise eingestürzter Praios-Tempel, in dem glücklicherweise ein muffiger Wasservorrat entdeckt wird. Auf dem Altar findet sich die Datumsangabe 11. Obaran 121, die entsprechend der Zeitrechnung der Priesterkaiser, die in Jahren des Lichts rechnet und einige der Monate durch Greifennamen ersetzt, da Phex, Rondra, Hesinde und Tsa nicht verehrt wurden, dem 11. Phex 455 BF entspricht – das Jahr, in dem Amelthona am Chichanebi-See in der Khôm entrückt wurde. Brás‘ Gespür offenbart außerdem, dass die gesamte Anlage von Magie durchdrungen ist.
Es bleibt unklar wie die Lichtsucher in die Bastion gelangt sind und so entschließen sie sich die Nacht zur Rast zu nutzen.

26. Phex 1030 BF
Im Morgengrauen werden die Schlafenden von einem Appell geweckt und stellen überrascht fest, dass die Bastion von Leben erfüllt und alles andere als verfallen ist. Dem amtierenden Kommandanten und Erzpriester des Praios Heliowar Praiotin von Kaltenberg, der offenbar ein Vorfahr Schelacharwins ist, berichten sie in der Wüste verschollen zu sein. Er nimmt sie auf, ist jedoch enttäuscht, dass sie nicht einem sehnsüchtig erwarteten Versorgungstrupp angehören. Tatsächlich wirkt die Besatzung der Bastion, die neben dem Kommandanten aus dem Hauptmann der Sonnenlegion Answin Noralec Zweistreich, 31 Soldaten, einem Koch und einer Hilfskraft besteht, ausgemergelt. Eine strikte Rationierung sorgt für Mangelerscheinungen und ein Fieber hat schon mehrere Soldaten dahingerafft. Auf Nachfrage wird erklärt, dass man entsprechend einem Durchhaltebefehl der Priesterkaiserin Amelthona selbst ausharrt und auf weitere Befehle wartet.

Im Praios-Tempel, in dem täglich das aktuelle Datum angeschrieben wird, wird klar, dass für die Besatzung der Bastion der 17. Jermoran 121 – also der 17. Tsa 455 BF – ist, also noch knapp drei Wochen bis zur letzten Datumsangabe vergehen, die bis in die Jetztzeit überdauert hat. Im Verlauf des Tages offenbart sich Kommandant von Kaltenberg als sehr strenger Richter, der einen Soldaten namens Dexter heftig für das Weiterreichen einer Hartwurst an einen kranken Soldaten bestraft. Hauptmann Zweistreich scheint unzufrieden mit den Führungsqualitäten des Kommandanten, ist aber gehorsam. Bonnaro fordert von Kaltenberg auf, sein nach wie vor verwundetes Bein mit einem Heilungssegen zu belegen. Daraufhin gibt er zu, dass er wegen seines Frevels nicht mehr dazu imstande ist. Kommandant von Kaltenberg wurde von der Kaiserin Buße auferlegt, da er gegen Praios frevelte indem er sich an der magischen Beeinflussung mittels einiger Artefakte versuchte. So ist es ihm abseits des Durchhaltebefehls ein ganz persönliches Anliegen in Praiossieg zu verbleiben und dem Wort der Kaiserin Folge zu leisten.
Entsprechend der historischen Rechtslage, die Schelacharwin natürlich zu zitieren weiß, können er und Bonnaro Hauptmann Zweistreich davon zu überzeugen neben Brás als dritter Mann für eine Absetzung des Kommandanten zu stimmen und den Hauptmann selbst zu von Kaltenbergs Nachfolger zu machen. Sie hoffen dadurch, den Frevler von der Leitung der Bastion entbunden zu haben, den Spuk beenden zu können.

Ariadne und Lucia entschließen sich die Totengräber zum Gräberfeld zu begleiten, da weitere Soldaten vom Fieber dahingerafft wurden. Anscheinend sind die Gräber so weit von der Bastion entfernt, dass sich die Realitäten überlappen. Für die beiden Frauen sind 87 Grabsteine zu sehen, doch 34 von ihnen sind für die Totengräber unsichtbar und müssen somit später aufgestellt worden sein. Außerdem schließt Ariadne darauf, dass einer der verbleibenden 35 Männer in der Bastion nicht hier beerdigt worden sein kann.
Währenddessen lassen sich die anderen sämtliche Aufzeichnungen aushändigen, doch noch während dies passiert, gellt ein Alarmruf durch die Bastion. Tulamidische Reiter wurden in der Ferne gesichtet, die sich jedoch schnell wieder zurückziehen. Bald geht die Sonne unter und der Spuk in der Bastion hat ein Ende. Ariadne und Lucia besuchen erneut das Gräberfeld und finden heraus, dass der Name des Kommandanten von Kaltenbergs fehlt – er muss somit der letzte Überlebende sein, der nach seinem Tod nicht begraben werden konnte. Es ist fraglich ob ein Fehlverhalten seiner Person für den Spuk in der Bastion verantwortlich ist.
Eine Durchsuchung der Bastion ergibt jedoch wenig – nur die Überreste des Durchhaltebefehls mit dem Siegel der Kaiserin können gefunden werden. Im Schlaf werden alle von schlimmen Alpträumen gequält. Brás, der träumt, dass er im Kerkerloch im Hof der Bastion gefangen ist, erwacht als erster und findet dort ein mit Blut gezeichnetes Heptagramm und die Überreste eines Schädels. Ein Schrei Lucias weckt schließlich auch die anderen und als sie ihre Traumbilder vergleichen, stellen sie fest, dass allen eine Versuchungsthematik zu Grunde liegt. Sie vermuten, dass sie den Paktschluss einer Person in der Bastion nacherlebt haben und befürchten, dass Heliowar in seinen letzten Stunden auf Dere dem Ruf des Widersachers gefolgt ist.

27. Phex 1030 BF
Als der Tag anbricht finden die Lichtsucher einen ausgemergelten Heliowar Praiotin von Kaltenberg im Hof, der dem Tode näher ist als dem Leben. Ein Blick in den Praios-Tempel offenbart, dass er mit letzter Kraft das Datum 11. Obaran 121 niedergeschrieben hat – der letzte Tag der Bastion ist angebrochen. Von Kaltenbergs letzter Wunsch scheint es zu sein im Kerkerloch zu sterben, doch die Lichtsucher befürchten, dass er dort der Versuchung des Widersachers erliegen wird. Brás versucht ihm beizustehen, während Schlacharwin in die Unterkunft des Hauptmanns eilt um sein Tagebuch zu beschaffen, dessen Aushändigung am vorherigen Tag durch die Sichtung der Tulamidischen Reiter unterbunden wurde. Durch das Studium des Tagebuchs kann der Zeitpunkt zu dem der Pakt geschlossen, genau bestimmt werden. Das und die Tatsache, dass Heliowar sein Leben lässt ohne einer Versuchung nachgegeben zu haben, lenken den Verdacht auf den Soldaten Dexter, der die ganze Zeit unter der ungerechten Behandlung des Kommandanten zu leiden hatte.

Die Lichtsucher befürchten, dass nach dem Tode des Kommandanten der Paktierer auftaucht, da er vorher seinen Tod nur vorgetäuscht hat und weiterhin einen negativen Einfluss auf die Bastion genommen hat. Obwohl unsicher ist, ob ein Vernichten des Paktierers in der Spukwelt einen Effekt hätte, beraten die Geweihten ihr Vorgehen, als Brás plötzlich bemerkt, dass Lucia verschwunden ist. Bei der Suche nach der Prinzessin kann Ariadne sie von der Brüstung aus entdecken. Die Altezza läuft mit den Nahrungsvorräten auf das Treibsandfeld Himmelsrichtung zu. Bonnaro kann sie mit einem geschmetterten Heiligen Befehl aufhalten und mit einem Harmoniesegen von einem unheiligen Einfluss befreien. Lucia berichtet verstört, dass sie das Ziel hatte heimlich die Vorräte zu versenken und es danach wie ihr größter Wunsch schien mit den anderen in der Bastion zu sterben.
Als sich den Tag über keine weitere Bedrohung zeigt, zerstören die Lichtsucher nach Sonnenuntergang das Heptagramm und beerdigen die sterblichen Überreste, die Brás im Kerkerloch gefunden hat, und sprechen einen Grabsegen über sie.

28. Phex 1030 BF
Der nächste Tag führt die Bastion weiter zurück in die Vergangenheit. Es ist der 21. Garafan 121 und die Besatzung der Bastion ist noch deutlich kräftiger und zahlreicher. Im Tagebuch wurde davon berichtet, dass der Hauptmann an diesem Tag von einer Schlange gebissen wurde und der Durchhaltebefehl der Kaiserin eintraf. Brás, Ariadne und Lucia folgen dem Hauptmann auf Schritt und Tritt und ihnen fällt bei der Verlesung der Soldatennamen am Morgen auf, dass ein Soldat namens Praiobur zwar auf der Liste steht, aber nicht verlesen wird. Sein Name ist für alle in der Bastion unsichtbar und niemand scheint ihn zu kennen. Praiobur starb im Kerkerloch, in das er für eine ganze Woche geworfen wurde, nachdem er Vorräte stehlen wollte. Entsprechend den Träumen der Lichtsucher scheint er und nicht Dexter es gewesen zu sein, der den Pakt einging.
Tatsächlich trifft an diesem Tag auch der Durchhaltebefehl der Kaiserin ein. Da im Tagebuch von unheiligem Gezücht berichtet wurde, dass sich in der Ruine des Turms abseits der Bastion herumtreiben soll, erkunden die Lichtsucher sie. Die Ruine selbst ist völlig leer, doch unweit von ihr können nachts die sterblichen Überreste von vier Menschen gefunden werden. Es muss sich um die sehnsüchtig erwarteten Boten der Kaiserin halten, deren neuen Befehle die Bastion nie erreichten.

29. Phex 1030 BF
Es ist erneut der 17. Jermoran 121. Doch dieses Mal können die Lichtsucher mit Hilfe der Informationen aus dem Tagebuch andere Schlüsse ziehen. Der Hauptmann berichtete von Kampflärm, den er jedoch als Hirngespinste abtat. Gemeinsam mit dem Auftauchen der Tulamidischen Reiter spricht das jedoch viel mehr dafür, dass die Reiter die Boten getötet haben.
Tatsächlich kommt es außerhalb der Sichtweite der Bastion zum Kampf. Zwei Travia-Geweihte und zwei Boten der Kaiserin müssen vor den angreifenden Tulamiden beschützt werden. Doch neben dieser Bedrohung strömen aus einem nahen Termitenbau auch noch hunderte übergroße Termiten, von denen einige wenige von innen heraus in einem widernatürlichen Licht glühen, das den Glutherzen der Irrhalken ähnelt. Bonnaro, Schelacharwin und Ariadne bekämpfen die Reiter, während Brás den Befehl der Kaiserin an sich nimmt und Lucia die Balestra auf die dämonischen Termiten anlegt. Als vier von ihnen vernichtet werden, tritt auch ein Teil der normalen Kriechtiere den Rückzug an, doch obwohl auch die Tulamidischen Reiter bezwungen werden, droht die Termitenübermacht die Lichtsucher zu umzingeln. Die dämonischen Anführer haben sich in die hinterste Reihe zurückgezogen – ein Problem, dass Bonnaro mit einem Zerschmetternden Bannstrahl löst und die Gefahr endgültig bannt.
Brás klärt die anderen nun über die neuen Befehle der Kaiserin auf. Sie berichtet, die Prophezeiung der Erleuchteten Althea von Rethis, einer Vorfahrin Brás‘ und Mutter des Hauses di Balligur, entschlüsselt zu haben, die den Weg zur sagenumwobenen Goldenen Stadt weisen soll. Weiterhin schreibt sie, dass einst schon Praioslob von Selem auf den Fundort der Stadt gestoßen sein soll, seiner wahren Bedeutung aber nicht gewahr wurde. Der Befehl an die Besatzung Khômwachts Praiossieg ist unmissverständlich. Die Bastion muss um jeden Preis gehalten werden. Dazu sollen Boten ausgesendet werden um Verstärkung anzufordern, während die Travia-Geweihten die Versorgung verbessern. Die Kaiserin selbst gibt zu, der unausweichlichen Niederlage gegenüberzustehen, die ihr durch magisches Treiben beigebracht wird.
Auf dem Rückweg zur Bastion wird Brás von einem goldenen Aufblitzen im Wüstensand abgelenkt. Er eilt ihm nach und findet eine Quanione, die er sogleich pflückt. Erst rieseln nur wenige Körner Sand in einen Spalt, doch nach und nach offenbart sich eine goldene Mauer im Wüstensand. Sollte dies tatsächlich der Eingang zur mythischen Goldenen Stadt sein?

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