Die Hochzeit zu Klippag

Es haben sich wieder einmal meine Spieler und ich zusammengefunden, um das nächste Kapitel der Lichtsucher-Kampagne zu bespielen. Die Handlung führte die Charaktere auf eine Hochzeit, die rund um ein von der Praioskirche veranstaltetes Turnier stattfand. Zudem finden sich auch Spuren des offiziellen Szenarios Schweigen ist Gold.

Mit dabei waren:

Ihre Gnaden Ariadne Yanis von Rodiak zu Gernebruch, das Schwert der Kirche Araschar

Ihre Gnaden Birsel von Binsböckel, bodenständige und einfühlsame Meisterin des Exorzismus

Seine Ehrwürden Armengo Brás di Balligur, altersloser Mystiker, den Visionen quälen

Seine Hochwürden Schelacharwin Praiotius von Kaldenberg, streitbarer Rechtsgelehrter mit Paranoia

Seine Exzellenz Bonnaro Trequona Berlînghan, umtriebiger Kirchenpolitiker mit großen Ambitionen

Ihre Liebden Arva-Lucia von Firdayon-Bethana, tatkräftige Prinzessin des Horasreichs

 

19. Rahja 1032 BF, Gareth, Priesterkaiser-Noralec-Sakrale

Nachdem die Lichtsucher nach den Ereignissen in der Goldenen Stadt dem Wahnsinn anheim gefallen waren und sich ihr Zustand nur langsam in verschiedenen Hüter- oder Noionitenklostern gebessert hat, treffen sie sich nach fast zwei Jahren endlich wieder. Das Schwert der Kirche hat sie alle nach Gareth eingeladen, um von dort aus mit ihr nach Klippag zu reisen, wo ihre Schwester Sari von Rodiak den dritten Sohn des Vogts Radulf von Elenvina – Wunnemar – ehelichen soll. Ariadne, die ihre Heimat seit Jahren nicht mehr betreten hat, sorgt sich, dass ihre Schwester nicht freiwillig den Bund der Ehe eingeht und will sich selbst ein Bild von der Situation machen. Das ist ihr aufgrund des Turnierfriedens des Sonnenturniers möglich, das gleichzeitig in Klippag stattfindet. Der Wettbewerb wurde lange Jahre nicht mehr ausgerichtet und soll nun den Nachfolger der amtierenden Kapitänin der Sonnengarde, Lichthüterin Rudschwina von Drachenstein ermitteln, die den Posten aus Altersgründen aufgeben will.

 

20. Rahja 1032 BF bis 06. Praios 1033 BF – Reise nach Klippag

Die Lichtsucher reisen von Ferdok über den großen Fluss gen Nordmarken. Das letzte Stück der Reise führt die Gruppe mit einer Kutsche durch ein Wäldchen. Kurz vor Klippag treffen sie auf eine Jagdgesellschaft, die vom Kronprinzen der Nordmarken, Hagrobald vom Großen Fluss und dem Vogt Klippags, Radulf von Elenvina, angeführt wird. Die beiden Männer, die einem zusammengebrochenen Jagdhund namens Rondrigan gefolgt sind, zeigen sich überrascht von der Ankunft der gesuchten Ariadne, respektieren jedoch den Turnierfrieden. Der erschöpfte Hund wird auf eine Stute namens Rohaja gehoben. Dem jovialen Hagrobald flüchtet ein weiterer Jagdhund namens Storko, der mit einem angesengten Knochen zurückkehrt – es ist der Unterschenkelknochen eines Menschen. Ariadne und Bonnaro entdecken etwas abseits der Straße eine erloschene Feuerstelle, die weitere Knochen eines offensichtlich zerteilten und verbrannten Körpers enthält. Schelacharwin und Lucia folgen einer Pferdespur, die sich jedoch im Wald verliert und übergeben ein gefundenes Hufeisen Radulf.

In Klippag besuchen die Gefährten zunächst den Quanionstempel, in dem der berühmte Owilmarsgong, der eigentlich im Gleichklang mit dem Gong in der Stadt des Lichts in Gareth schlägt, seit dem Verschwinden des Ewigen Lichts schweigt. Eine Statue des Heiligen Quanion und bosparanische Inschriften an allen vier Wänden schmücken den Tempel.

Nordwand: vox vocet – dvx docet – lvx lucet — Die Stimme rufe – der Herrscher lehrt – das Licht leuchtet

Ostwand: vox mea sonat dum apparet mea lvx — Meine Stimme erklingt während mein Licht erscheint

Südwand: vox mea magnificat lvcem meam — Meine Stimme preise mein Licht

Westwand: vox mea sonet absit mea lvx — Meine Stimme erklinge und sei mein Licht auch fort

Die Vorsteherin des Tempels, ihre Hochwürden Lichthüterin Praiadne Kleehaus, begrüßt die Besucher und informiert sie bezüglich der Teilnehmer und Gäste des Sonnenturniers. Weiterhin erfahren die Lichtsucher, dass der nicht mehr nur stellvertretende Großinquisitor Gerowin von Hochheide nicht nur bei dem Turnier anwesend ist, sondern auch derjenige sein wird, der Sari von Rodiak mit Wunnemar von Elenvina verheiratet.

 

Teilnehmerfeld des Sonnenturniers:

Ihre Ehren Rovena Greifenpranke – Sonnenlegionärin, Braniborierin

Seine Ehren Wahnfried von Winterkalt – Bannerführer der Bannstrahler, Traditionalist

Seine Gnaden Celio Praiolob – Praiosgeweihter, Anhänger Lechmin von Hartsteens > Braniborier

Ihre Hochgeboren Neunhild von Wolkenstein – streitet für die Gräfin Solaria von Ehrenstein

Ihre Gnaden Aurana – Greifenreiterin, Traditionalistin

Praiwin von Gareth – Magier der Akademie der Magischen Rüstung, der mit Eisenkragen auf seine Purgation wartet

Seine Hochgeboren Darian Quendan von Rodiak – Ariadnes Bruder, streitet für Solaria von Ehrenstein (erfahren die Lichtsucher später)

Seine Wohlgeboren Nösbert von Waidmoos – weidener Ritter ehrenhalber zu Spornstein, die „Lawine von Trallop“

Ihre Hochwürden Lechmin Lucina von Hartsteen, Legatin, Braniborierin

Ihre Gnaden Ariadne Yanis von Rodiak zu Gernebruch

Seine Hochwürden Schelacharwin Praiotius von Kaldenberg

Seine Gnaden Praiotius Wiesenhügel – Lichtbringer, Schelacharwins Sohn

Seine Hochwürden Goswyn von Wetterau – Lichthüter

Auf dem Turnierplatz stürzt sich Schelacharwin sogleich an der Seite ihrer Hochwürden von Hartsteen in eine Diskussion mit dem Legalisten Praiowin von Orkenfeld um die Glaubensgrundsätze der Braniborier zu verteidigen, die er in seiner Zeit im Kloster Arras de Mott auf ein theoretisches Fundament gestellt hat. Lucia, die sich daran erinnert, dass Birsels Vater einst von Nösbert Waidmoos als einen Mann aus ihrer Vergangenheit berichtete, dem seine Tochter aus dem Weg geht, befragt Birsel neugierig zu ihm. Als Birsel auf den überraschten und hocherfreuten Nösbert trifft, erfahren ihre Gefährten im Anschluss darauf die Hintergründe der Beziehung. Nösbert ist allerdings über die Maßen erfreut darüber Birsel zu sehen und will ebenfalls am Turnier teilnehmen, da er doch „auch eine ehrliche Haut“ sei.

Gemeinsam mit Brás suchen die Lucia und Schelacharwin Burg Klippag auf, während Ariadne, die gedenkt am Turnier teilzunehmen, mit Birsel und Bonnaro ein Turnierzelt bezieht. Lucia treibt sich in Verkleidung einer Dienerin in der Burg herum um Informationen über Ariadnes Schwester Sari zu erlangen und lernt die Bedienstete Girte Gerfried und ihren übergriffigen Ehemann Elko kennen. Währenddessen werden Schelacharwin und Brás von den Burgherren und Ariadnes Familie empfangen, da die beiden auf der Burg nächtigen möchten. Später sucht Sari von Rodiak selbst das Gespräch mit Brás und Lucia. Die beiden erfahren, dass sie schwanger ist, sich aber entgegen Ariadnes Befürchtungen frei bewegen kann und plant Ariadne am nächsten Tag auf dem Turnierplatz zu besuchen.

 

Familie von Braut und Bräutigam:

Ihre Wohlgeboren Beregris von Elenvina, Edle

Seine Hochgeboren Darian Quendan von Rodiak, Baronet, Ariadnes Bruder

Seine Wohlgeboren Halwarth von Elenvina, Edler

Ihre Hochgeboren Mirya von Rodiak, Baronin, Ariadnes Mutter

Seine Wohlgeboren Radulf von Elenvina, Vogt

Ihre Gnaden Sari von Rodiak, Mentorin, Braut, Ariadnes Schwester

Ihre Hochgeboren Wiltrud von Rodiak-Tobelsberg, Baroness, Darians Gemahlin

Seine Hochgeboren Wulfhard Ernbrecht von Rodiak, Baron, Ariadnes Vater

Seine Wohlgeboren Wunnemar von Elenvina, Edler, Bräutigam

 

7. Praios 1033 BF

In der Nacht werden Brás und Schelacharwin in der Burg von Schreien geweckt. In den Gesindekammern zeugen Blut und verängstigte Bedienstete von einem Angriff, der von den Augenzeugen einem Schwarzen Schrecken angelastet wird. Elko wird befohlen die Burgherren zu wecken, während seine Frau nach Birsel geschickt wird, deren Wissen um dämonische Umtriebe von Nutzen sein mag. Es dauert etwas, die Exzorzistin aufzutreiben, da sie ihr Wiedersehen mit Nösbert mit reichlich Bier und Bärentod begossen hat, doch schließlich finden sich alle bis auf Lucia in der Burg ein. Ein weiterer Bediensteter kommt zu Tode, als Brás endlich einen dunklen Schatten im Gang ausmachen kann, den er und Schelacharwin stellen und vernichten kann.

Der Morgen ist bereits angebrochen und die erste Runde des Turniers steht an. Als die drei beobachten, dass Bonnaro Ariadne vor ihrem ersten Kampf ein Zeichen seiner Gunst gibt, fragt Lucia Birsel ob sie es je bereut hat Nösbert nicht einfach trotz der widrigen Umstände geheiratet zu haben.

 

Das Turnier

Alle Kämpfer werden in zwei Gruppen eingeteilt. Innerhalb dieser Gruppen absolviert jeder Kämpfer mindestens drei Kämpfe. Dabei muss er mindestens einmal selbst einen Gegner fordern und einmal gefordert werden. Zum Einzug in das Achtelfinale sind drei Siege in einer nicht definierten Anzahl Kämpfe notwendig. Die vier ersten mit drei Siegen sind die Gruppensieger.

 

Gruppe 1

Schelacharwin

Ariadne

Aurana

Rovena

Praiwin von Gareth

Wahnfried von Winterkalt

Celio

 

Gruppe 2

Darian

Nösbert

Lechmin

Neunhild

Praiotius

Goswyn

 

Als Sieger aus der Gruppenphase gehen hervor:

 

Sieger Gruppe 1

Schelacharwin, Aurana, Ariadne, Rovena

 

Sieger Gruppe 2

Darian, Nösbert, Lechmin, Neunhild

 

Nach den Kämpfen kommt es zur bittersüßen Familienzusammenführung derer von Rodiak. Das Wiedersehen der Schwestern verläuft alles andere als harmonisch. Auf Nachfrage berichtet Sari, freiwillig in den Nordmarken zu sein. Sie bekam Briefe, dass es ihrer Familie sehr schlecht ginge und wollte helfen. Daher zog sie in die Burg ein. Zwar behauptet Sari aus freiem Willen Wunnemar zu ehelichen, gibt auch an, dass er der Vater ihres ungeborenen Kindes ist, doch ihre Zwangslage ist ob der miserablen Situation der Familie, die sie durch die Heirat zu verbessern versucht, offensichtlich. Zudem gibt sie Ariadne die Schuld an der Situation und hatte Reue und eine Entschuldigung erwartet, die Ariadne ablehnt. Nachdem Sari davon gestürmt ist, nicht ohne fallen zu lassen, dass sie wünschte, Ariadne nie eingeladen zu haben, trifft zu allem Überfluss auch noch Ariadnes Bruder Darian ein, der die Vorwürfe Saris in schärferem Tonfall wiederholt und zudem sauer ist, dass Ariadne Sari zum Weinen gebracht hat. Er will Sari dazu bringen, dass sie die Einladung Ariadnes zur Hochzeit widerruft. Ariadne bleibt erschreckend ruhig und richtet ihre Gedanken auf das Turnier, während Lucia und Birsel ihr Beistand leisten.

Am Abend findet der sogenannte Rabbatz-Abend statt, zu dem schon Graf Hagrobald die Gefährten eingeladen hatte. Das berühmte Klippager Bier, dass die Brauerin Mafalda Zweifeld persönlich auf die Burg bringt, kommt verspätet an und auf dem Burghof verfolgen und piesacken zwei Kinder, die sich als die Zwillinge von Girte und Elko herausstellen, Saris Tochter Canyzeth von Rodiak-Trutzbacher. Schelacharwin maßregelt die Kinder.

Ariadne steht etwas abseits und wird von ihrem Vater angesprochen. Der ist bereits betrunken – das ist er zuletzt oft, wie Ariadne ja weiß. Er legt dem Schwert der Kirche nahe sich bei Herzog Jast Gorsam zu entschuldigen. Immerhin habe sie fehl getan und es gehöre sich, sich dafür zu entschuldigen. Der treuherzige Nordmärker ist der festen Überzeugung, dass dies etwas ändern würde. Ariadnes eher kühle Antworten verleiten ihn schließlich dazu ihr an den Kopf zu werfen, sie sei nicht einmal für Vernunft zugänglich, aber nun könne er sich nicht mehr vorwerfen es nicht versucht zu haben. Dann lässt er sie einfach stehen. Sie sieht noch nachdenklicher ausals zuvor.

Danach darf sich Ariadne eine Litanei Gerowins anhören. Er selbst zählt sich der Strömung der Traditionalisten zugehörig und versucht dem Schwert der Kirche zu erklären, dass auch sie sich für eine der Säulen der Kirche entscheiden müsse. Der Großinquisitor lässt ebenfalls fallen, dass er Ariadnes Bruder Darian unterstützt, da dieser im Turnier für Solaria von Ehrenstein streitet. Darian erhofft sich davon Handelserleichterungen für die heimatliche Baronie. Ariadne versucht sich vom Großinquisitor nicht zu Aussagen hinreißen zu lassen, die dieser gegen sie verwenden kann. Ihre mangelnde Auskunftsfreude beendet den Tanz der beiden alsbald.

Mit dieser neuen Information überlegt Ariadne, wie sie sich im Turnier verhalten soll. Sollte sie Darian gewinnen lassen, um ihrer Familie so zumindest etwas Gutes tun zu können? Oder sollte sie verhindern, dass die Traditionalisten ein solch wichtiges Amt wie das der Kapitänin der Sonnengarde für sich einnehmen können?

 

8. Praios 1033 BF

Das Finale des Turniers beginnt.

 

Achtelfinale:

Ariadne vs. Lechmin

Schelacharwin vs. Nösbert

 

Aurana vs. Neunheld

Rowena vs. Darian

 

Halbfinale:

Ariadne vs. Schelacharwin

Aurana vs. Darian

 

Als der Halbfinalkampf der beiden Lichtsucher gegeneinander ansteht, beginnt Schelacharwin eine Rede. Darin betont er die Bedeutung der Position, die es hier neu zu besetzen gilt. In der ihm eigenen Art dauert seine Ausschweifung eine Weile, bis er zum Punkt kommt: Er tritt vom Kampf zurück, da er findet, dass Ariadne die Position deutlich besser und eher im Sinne der vormaligen Kapitänin – die sich stets aus kircheninternen Querelen herausgehalten hat – ausfüllen könne. Ariadne, die mit einer der üblichen Ansprachen Schelacharwins gerechnet hatte und sich daher auf den bevorstehenden Kampf und nicht auf seine Worte konzentriert hat, wird davon etwas überrumpelt. Sie wird unter Applaus für Schelacharwins Worte zur Siegerin des Kampfes erklärt.

Darian und Aurana kämpfen gegeneinander und überraschend siegt Ariadnes Bruder über die Favoritin. Dabei verletzt er sich jedoch den Arm. So steht das Finale fest: Ariadne wird gegen ihren Bruder um den Titel kämpfen.

Währenddessen befragen Lucia und Brás die Magd Girte. Ihr Mann Elko, der in der Nacht, in der der Schwarze Schrecken umging, geschickt wurde um die Burgherren zu wecken, gesteht, dass er zunächst in den Thronsaal flüchtete und dort eine Gestalt im Kapuze ins Nichts verschwinden sah. Im Thronsaal wirft Brás einen Blick auf Madas Welt und erkennt zu seiner Überraschung, dass das große Wappen Klippags, das in den Stein der Rückwand geschlagen ist, astral durchdrungen ist.

Kurz vor dem Finale belauscht Lucia Gerowin und Darian und hört, dass Gerowin trotz eigener Bedenken einen Märtyrersegen auf Darian spricht. Gerade als er Darian warnt, dass er mit seinem Hass auf Ariadne einen gefährlichen Weg beschreitet, bemerkt er Lucia, schickt Darian auf den Turnierplatz und hält sie auf, damit sie diese Information nicht an Ariadne weitergeben kann. Lucia vermutet, dass es unabhängig vom Ausgang des Kampfes ein Sieg für Gerowin wäre. Selbst wenn Ariadne siegen würde, wäre Darian tot und der Makel der Brudermörderin würde am Schwert der Kirche haften. Obwohl Gerowin sie außer Rufreichweite hält, kann sie Bonnaro die Information mittels einiger Atak-Handzeichen übermitteln, der Ariadne sogleich darüber aufklärt, dass sie Gefahr läuft, ihren Bruder zu töten.

Dieser war in der Zwischenzeit auch bereits aufgefallen, dass ihr Bruder nicht nur viel dazugelernt hat, seit sie ihn das letzte Mal sah, sondern auch erstaunlich erholt ist für die Verletzungen, die er sich im Halbfinale zuzog. Auf Bonnaros Zuruf hin ist sie daher nur zu bereit, Darian zu entwaffnen, was ihr auch gelingt. Eine kleine Weile schlagen sich die Kombattanten ohne Waffen, bis Darian von von Orkenfeld eine neue Klinge gegeben wird. Obwohl ihre Hiebe ihn längst hätten niederstrecken müssen, steht Darian nach wie vor und ohne das Wissen, was ihn genau auf den Beinen hält, ist es dem Schwert der Kirche ein zu großes Risiko, ihren Bruder womöglich in diesem Kampf zu töten. Immer wieder fordert sie ihn daher auf, aufzugeben, da sie ihm mit der Waffe nach wie vor überlegen ist. Als er sich trotz ihres Flehens weigert aufzugeben, hört Ariadne auf zu attackieren und pariert seine Schläge nur noch. Schließlich greift Sonnenmarschall Praiowin von Orkenfeld ein und beendet den in seinen Augen unwürdigen Kampf wütend. Ariadne ist getroffen, die anderen Lichtsucher bekräftigen sie jedoch in ihrer Entscheidung, nicht ihren Bruder töten zu wollen.

Schelacharwin klärt auf Bitten der anderen hin den Sonnenmarschall über den wirkenden Märtyrersegen auf und von Orkenfeld zieht sich zurück um sich mit anderen zu beraten. Nicht jedoch ohne anzuordnen, dass Schelacharwin Ariadne über den Heilungssegen aufkläre – in Theorie und Praxis. Der Sonnenmarschall betrachtet Ariadnes Verhalten als mangelndes Vertrauen in die göttlichen Kräfte.

Brás befragt derweil Elko, der ihm gesteht, er sei in der Nacht zuvor nicht direkt zum Vogt gegangen, sondern aus Angst vor dem Schatten in den Thronsaal geflohen, wo er eine Gestalt gesehen hat, die vor einem Steinrelief des Stadtwappens einfach so verschwunden ist. Danach sucht er den Großinquisitor, um ihn über die Gestalt in Kenntnis zu setzen, die sich im Thronsaal aufhielt. Seine Eminenz von Hochheide überträgt ihm sogleich die Weisungsbefugnis in den Ermittlungen, da auf der Burg bald die Hochzeit der Baroness Sari von Rodiak und des Edlen Wunnemar von Elenvina stattfinden soll. Daraufhin untersucht Brás das Relief im Thronsaal stellt dabei mittels Sicht auf Madas Welt fest, dass Magie darauf liegt. Nach Absprache mit dem Großinquisitor bittet er die Braut darum, die Feierlichkeiten in der Kapelle um eine Stunde zu verschieben. Danach schickt er mittels Göttlicher Verständigung eine Nachricht an den Praiostempel in Elenvina und fordert Hilfe aus der Akademie der Herrschaft an.

Anschließend spricht er mit Sari von Rodiak. Er weiß, dass sie die Weihe der Hesinde empfing und hofft, dass sie trotz ihrem Lebenswandel immer noch die Kraft der Mutter der Weisheit innewohnt und sie ihm mehr zum Wappen sagen kann. Doch zunächst schlägt er ihr vor die Hochzeit zu verschieben, da er einen Angriff während der Zeremonie fürchtet. Als Sari jedoch die Canyzeth-Kapelle der Burg betritt und die Anwesenden über die Pläne informiert, wird sie von einem bärtigen Mann mit Kapuze mittels Transversalis entführt.

Noch während die Nachricht der Entführung der Braut die Kunde macht, trifft die Spektabilität der Elenviner Magierakademie ein, die es sich offenbar nicht entgehen lassen konnte zu erfahren, warum sie von Praioten angefordert wurde. Sie analysiert das Wappen und informiert Brás, dass es sich um eine jahrhundertealte gildenmagische Verzauberung handelt. Den Auslöser kann sie in der Kürze der Zeit nicht ermitteln und mehrere Versuche schlagen fehl.

Bonnaro beginnt im Praios-Tempel vor der Quanionsstatue inbrünstig zu beten. Zögernd stimmt die ihm gefolgte Lucia ein. Schließlich treffen sie auf Lumin Ehrwald, der ihnen einige Schriftstücke aus der Bibliothek des Tempels zeigt. Eines der Dokumente beschreibt die Verbrennung zweier Dämonenanbeter und eines Magiers, sowie die Errichtung des Owilmarsgongs zur Zeit der Priesterkaiser. Das andere beschreibt die Pilgerströme zum Gong und lässt darauf schließen, dass zumindest einer der verbrannten „Dämonenanbeter“ ein Hesindegeweihter gewesen sein könnte. Auch erfahren die Lichtsucher, dass die Familie der Braumeister Zweifeld das Stadtwappen im Thronsaal gestiftet haben.

Dementsprechend erscheint ihre Nachfahrin, die noch immer dem Brauhandwerk nachgeht, eine Anlaufstelle für Informationen. Mafalda Zweifeld weiß, dass ihre Familie das Wappen gestiftet hat. Von einer darauf liegenden Magie will sie aber nichts wissen. Von der Angst um ihre Schwester beflügelt will Ariadne nichts auf das Wort der Brauerin geben und belegt sie mit einem WORT DER WAHRHEIT, noch bevor sie von jemand anderem weiter befragt werden kann – Schelacharwin und Brás hatten tatsächlich Zweifel an ihren Worten. Berechtigte, wie sich dann herausstellt, als die Kraft des Götterfürsten die Frau trifft. Keuchend wirft sie sich zu Boden und greift in ihre Tasche. Reaktionsschnell zertrümmert Lucia ihren Ellbogen mit einer Kugel aus ihrer Balestra, woraufhin eine kleine Tonkugel zu Boden fällt, die von Birsel gesichert wird. Und in diesem Moment beginnt Mafalda Zweifeld wüst zu schimpfen und zu fluchen. Doch eine klare Antwort bekommen die Lichtsucher nicht aus ihr heraus – sie widersteht dem Heiligen Befehl des Schwertes der Kirche.

Die Dienerin des Herrn der Rache wird gepackt und in den Praiostempel geschleppt, wo alle geweihten Lichtsucher unter Bonnaros Leitung gemeinsam einen heiligen Befehl auf sie sprechen. Während des Gebets klirrt es plötzlich. Die neugierige Lucia hatte die Tonkugel zu ihren Füßen zerbrochen, um herauszufinden, was sie bewirkt. Zumindest das fand sie schnell heraus, handelte es sich doch um ein Artefakt, dass sie per Transversalis an einen anderen Ort brachte. Sie findet sich in einem gemauerten Gang wieder, hinter ihr an der Wand ist das Wappen der Stadt, vor ihr eine Wand aus Knochen mit zwei Griffen, einer davon mit Dornen bestückt. Während die anderen Lichtsucher ihr Gebet beenden, braucht sie vier Anläufe, um die Türen aufzustemmen, wobei sie sich an den Dornen schwer ihre Hände verletzt.

Derweil bekommen die anderen aus Mafalda die Namen ihrer Mitverschwörer (der Magier Donarion von Finsterquell & die Edle Beregris von Elenvina, die Tochter des Vogts) heraus und wie man das Teleportartefakt im Thronsaal benutzt. Der Zirkel wollte die Schrecken aus ihren Kerkern befreien, von welchen in der Sage der sieben Brüder die Rede war. Sie wollen Sari opfern, um die letzte Tür zu öffnen. Die nun totgeweihte Paktiererin verhöhnt die Lichtsucher, da der Hinweis auf das Teleportartefakt doch so offensichtlich auf jeder Flasche ihres Bieres zu finden sei. Tatsächlich fehlt auf den Bieretiketten ein Nerz-Symbol im Hintergrund des Flusspferdes, das an der Wand vorhanden ist. Dieses gilt es zu berühren, das Losungswort lautet „Zweifel“. Als sie den Gang erreichen, hat Lucia die Tür bereits geöffnet.

Hinter der Tür geht es 7×7 Stufen hinab bis eine Wand aus Blut den Gang  versperrt. An den Wänden links und rechts sind Schalen angebracht und darüber und darunter Bilder, die deutlich machen, dass hier Haar und Blut geopfert werden sollen, wenn man weitergehen möchte. Die Lichtsucher zögern. Ariadne bittet Brás das Auge des Praios zu rufen, wie er es einst im gesplitterten Berg tat. In der Zeit, während Brás dieses Gebet rezitiert, heilt Ariadnes Lucias geschundene Hände. Doch das Auge des Praios erscheint nicht. Also singt die Gruppe den heiligen Choral vom Zorn des Praios, während Bonnaro sein Blut und Lucia eine Strähne ihres Haars opfert. Doch noch immer bleibt der Gang verschlossen. Erst als Bonnaro und Lucia auch das jeweils andere opfern, können sie die Wand aus Blut überwinden. Die anderen Lichtsucher sind von dem Gedanken, dem Herrn der Rache etwas von sich zu überlassen, jedoch so abgestoßen, dass sie lieber die göttliche Kraft ihres Herrn anrufen, um ohne Opfer durch die Blutwand zu gehen.

Wieder geht es 7×7 Stufen hinab. Als die Lichtsucher am Ende des Ganges nur noch undurchdringliche Schatten sehen, werden sie plötzlich von ihren eigenen Schatten angegriffen. Ariadne ist die erste, die eine Lücke in der Verteidigung ihres Schattens ausnutzen kann, bevor dieser sie niedergestreckt. Der Schatten des Schwertes der Kirche verschwindet und sie widmet sich daraufhin Birsels Gegner, da diese eine Liturgie wirkt und sich nicht verteidigen kann. Kurz darauf geht Schelacharwin zu Boden. Sehr zum allgemeinen Entsetzen verschwindet sein Schatten nicht, nein, er wendet sich ebenfalls Ariadne zu. Doch einen Augenblick später hat Birsel ihr Gebet beendet und ruft das LICHT DES HERRN herab. Unmittelbar nach dem Erscheinen des gleißenden Lichtes verschwinden nicht nur die schattenhaften Gegner, sondern auch die Schattenwand am Ende des Ganges. Die Schatten der Lichtsucher bleiben zunächst verschwunden. Bonnaro spricht einen Heilungssegen auf die Gruppe, um Schelacharwins Leben zu retten und die Kampfkraft der Gruppe wiederherzustellen.

Auch nach den nächsten 7×7 Stufen wartet wieder eine Prüfung auf die Lichtsucher. Diesmal verschließt eine Flammenwand den Gang, welche nur durch großen Mut durchschreiten lässt (Selbstbeherrschung +15). Dies gelingt nach kurzer Zeit allen.

Das nächste Hindernis nach weiteren 7×7 Stufen ist eine Steinwand, auf der geschrieben steht „Sprich laut aus, was im Dunklen deiner Seele haust und du bislang niemandem anvertraust.“

Erst als alle Lichtsucher ein gehütetes und finsteres Geheimnis ausgesprochen haben können sie die Wand passieren.

Vor der letzten Tür, wieder 7×7 Stufen tiefer, warten Folterinstrumente auf ihre Benutzung. Teils schweren Herzens, teils froh über die Möglichkeit der Selbstzüchtigung suchen die Lichtsucher sich ein Folterinstrument aus und benutzen es, um die Tür durchschreiten zu können.

Hinter der letzten Tür wartet eine Kammer auf die Lichtsucher, in die es wieder 7×7 Stufen hinab geht. Hier warten Beregris von Elenvina und der Magier Donarion von Finsterquell auf sie. Unten im Raum stehen drei dämonische Bäume – Chimären aus Bosparanien und Irrhalken, die Sari in ihren Wurzeln festhalten und sie zerdrücken, wie das Knacken ihrer Knochen eindrücklich beweist, das zu hören ist, als die Gruppe eintritt. Die Bäume schleudern Glut auf die Angreifer und nehmen dabei besonders Birsel ins Visier. Kurzentschlossen schießt Lucia dem Magier den Kopf weg, bevor er von Schelacharwin erreicht wird. Ariadne und Bonnaro stürmen daraufhin in den Raum und auf die Bäume zum, um Sari zu befreien. Schelacharwin schließt sich ihnen an.

Doch es zeigt sich, dass die Bäume, wenn ihre harte Borke durchdrungen wird, glühend heiße Flüssigkeit austreten lassen. Die Wurzeln zu zerschlagen, fügt Sari somit immense Verletzungen zu. Auch die Bäume zu vernichten, hilft nicht, müssen die Lichtsucher feststellen. Denn als einer von ihnen in die Niederhöllen zurückkehrt, nimmt er einen nicht unerheblichen Teil von Saris Körper mit sich. Bonnaro gelingt es, einen weiteren Baum mit einem Exorzismus zu bannen. Da jedoch keiner der Lichtsucher mehr genügend Kraft des Herrn Praios in sich trägt, um den Verbliebenen mit einem Bannstrahl zu zerschmettern, können sie nichts tun, als die Bäume zu erschlagen und mitanzusehen, wie große Teile von Saris Körper verschwinden. Längst ist der Blick der Hesindegeweihten gebrochen. Ihre Beine, ein Arm und auch ein Teil ihres Unterleibs sind für immer verschwunden, als die dämonischen Bäume endlich besiegt sind. Ariadne, Schelacharwin wirken einen Heilungssegen auf sie und retten so ihr Leben. So kann sie am Ende zwar lebendig, aber schwer verkrüppelt geborgen werden. Unter den vernichteten Bäumen wird ein Schlägel gefunden, der zum Owilmarsgong passt.

Der Weg nach oben ist frei. Saris Schreie gellen allen in den Ohren, während Ariadne sie in ihren Armen wieder aus dem Höllenloch trägt. Schelacharwin droht den anderen, dass niemand erfahren soll, was er der Tür verriet um passieren zu dürfen.

Man kehrt zur Burg zurück. Der besorgte Darian stürmt gleich auf die Gruppe zu, als diese hervorkommt. Entsetzt über Saris Zustand will er dazu ansetzen ihnen – und besonders seiner Schwester – Vorwürfe zu machen, dass sie sie nicht gerettet hätten. Noch bevor er den ersten Satz beendet hat, wird er von Lucia niedergeschlagen.

Mit dem Schlägel des Owilmarsgongs geht die Gruppe in den Praiostempel. Dort ist man freudig überrascht und will Schelacharwin, der den Schlägel den Weg hinauf getragen hat, die Ehre zugestehen den Gong zu schlagen. Dieser zögert jedoch und ist sich nicht sicher, der Richtige zu sein. Die von den vergangenen Ereignissen gezeichnete Ariadne reißt ihm kurzentschlossen mit den Worten „Wenn Ihr es nicht tut, tue ich es!“ den Schlägel aus der Hand und legt ihre Wut in die Hiebe gegen den Gong.

Die Vibrationen des klaren Tons des Gongs lassen die Buchstaben der Inschriften auf den Wänden bis auf wenige Ausnahmen herabfallen.

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