Die Ruine Korona – Eine Szenarioidee für die Quanionsqueste

Habe ich den Blog hier aufgrund von anderen Aktivitäten etwas vernachlässigt. Doch nun habe ich mich anlässlich des dreimonatigen Karnevals der Rollenspielblogs an den Schreibtisch gesetzt und in die Tasten gehauen.
Das Thema des Karnevals, organisiert von Spiele im Kopf, ist dieses Mal „Ruinen“. Wie günstig für mich, denn unlängst bin ich auf eine Ruine gestoßen, deren Hintergründe erforscht werden wollen…

In der hervorragenden Spielhilfe „Gareth – Kaiserstadt des Mittelreichs“ für Das Schwarze Auge findet sich auf der famosen Karte der Stadt in einem eigenen Fenster der Plan der Ruine Korona. In dem Heft „Goldene Dächer, dunkle Gassen“ der Spielhilfe findet man die Beschreibung zu der Ruine

Korona, Ruine, einst ein Tempelkomplex von Praios und Ucuri, mit gestürzten Monumentalstatuen, erbaut von Priesterkaiser Helus, heute ein Versteck der Tobrier

Ein einstiger Tempel also. Doch wie wurde er zerstört? Was für Geheimnisse birgt es? Hier will ich euch ein grobes Szenario um diese Ruine bieten, welches im Rahmen der Quanionsqueste spielt.


Die Ruine Korona – Das Szenario

Hintergrund

Der Tempelkomplex

Der Tempelkomplex Korona wurde nicht alleine zu Ehren von Praios und Ucuri erbaut, sondern sollte auch dem Kampf gegen dämonische Mächte dienen, indem unter dem geweihten Tempelbereich Kerker für unheilige Kreaturen aus Kosch- und Blaubasalt angelegt wurden. Daher auch der Name des Komplexes, der wie der Sonnenkranz um die Finsternis in den Kerkern liegt. In diesen Kerkern konnten Dämonen eingesperrt werden, ohne dass Paktierer oder auch ihre erzdämonischen Gebieter Zugriff auf sie hätten. Doch der auf Jahrhunderte ausgelegte Plan von Priesterkaiser Helus Praiodan I. wurde nach seinem Sturz begraben und der Tempel nicht mit noch mehr Kerkern erweitert.

Zerstörung im zweiten Orkensturm

Während des zweiten Orkensturms fiel der Tempelkomplex. Die Orks stürmten die Anlage, bevor sie sich der Schlacht auf den Blutfeldern stellten, welches zur Niederlage der orkischen Truppen führte. Als die Orks den Tempel Korona stürmten stellten sich ihnen einige Geweihte unter der Führung von Lex Luxor den Orks entgegen, um allen anderen die Flucht zu ermöglichen.
Unter den Fliehenden war auch der Sohn von Lex Luxor und seiner Geliebten Solaria, Greifdan Luxor. Greifdan, der damals erst 8 Götterläufe gesehen und schon seine Mutter verloren hat, konnte nicht verstehen, warum sein Vater ihn im Stich ließ und nicht mit den anderen Sicherheit in der Flucht suchte. Lex Luxor unterlag nach tapferen Kampf den Orks. Doch sein Geist verblieb auf Dere, um weiter die Wacht über die Kerker unter den von den Orks zurückgelassenen Ruinen des Tempels Korona auszuüben.

Die ewige Wacht

Seit seinem Todestag am 11. Ingerimm erscheint der Geist von Lex Luxor jedes Jahr an ebendiesem, zur Wacht der Dämonenkerker. Abseits davon geht sein Geist ungesehen und unbemerkt in der Ruine um, bereit sich denjenigen entgegenzuwerfen, welche die Kerker öffnen wollen. Dies wird er solange tun, bis er das Geheimnis der Ruine und guten Händen weiß und die Vergebung seines So

hnes erlangt hat. Erst dann ist es ihm möglich, in das Paradies des Herrn Praios einzugehen.

Ein Jahr vor dem Abenteuer

Die Geweihte Schelara Praiadne kam im Jahr vor der Abenteuerhandlung am 11. Ingerimm zu der Ruine und erblickte den Geist von Lex Luxor. Sie verstand nicht, was die in Sonnenlicht gehüllte, durchscheinende Person von ihr wollte. Nachdem Blick auf den Geist erachtete sie dies als Zeichen in der Quanionsqueste und erhoffte sich von der Gestalt einen Fingerzeig, wenn sie ihn doch nur wiederträfe. So begab sie sich jeden Tag zur Ruine Korona und suchte vergeblich den Geist, den sie erblickt hatte.

Die Tage vor dem Abenteuer

In den Wirren nach dem Jahr des Feuers, in der die Kirche des Praios sich auf die Suche nach dem verschwundenen Ewigen Licht bega

b, verfiel der Nachkomme von Greifdan Luxor dem Erzfeind des Herrn Praios, dem Erzdämon Blakharaz. Er war unter dem Namen Praionor Derogreif Laiendiener im Orden vom Bannstrahl Praios.
Praionor stieß, als er nach seinen Vorfahren forschte, auf die Ruine Korona und vermutet, dass sie ein Geheimnis verbirgt. Er und einige Getreue besuchten die Ruine um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Dabei wurden sie von Solaria Praiadne entdeckt und töteten die Geweihte. Statt die Kerker zu finden spürte Praionor nur die Anwesenheit seines Vorfahren, der ihn, anstatt seines Sohnes Greifdan,  um Vergebung bitten wollte. Praionor schließt den Plan

zur Ruine zurückzukehren, wenn der Geist am präsentesten ist, und ihm dann mittels unheiliger Magie das Geheimnis der Ruine zu entreißen.

Einstieg

Die Leiche von Solaria Praiadne wird in der Umgebung der Ruine entdeckt und ihre Charaktere von der Praioskirche oder der Stadtwache beauftragt, dem Mord auf die Spur zu kommen.

Erste Erkenntnisse

Leicht können ihre Charaktere Spuren entdecken, die zeigen, dass die Geweihte in der Ruine ermordet wurde. Nachforschungen können folgende Erkenntnisse bringen:

  • Die Ruine war einst ein Tempel für Praios und Ucuri.
  • Der Tempel wurde im zweiten Orkensturm am 11. Ingerimm 600 BF. zerstört.
  • Den meisten Bewohnern des Tempels gelang die Flucht, da Geweihte unter der Führung von Lex Luxor den Rückzug deckten und dabei in den Tod gingen
  • Lex Luxor hat noch einen lebenden Nachfahren, den Bannstrahler Praionor Derogreif

Die Ruine Korona

Wenn die Charaktere die Ruine abseits des 11. Ingerimm aufsuchen, so werden sie von Lex Luxor nichts mitbekommen. Jedenfalls solange sie nicht versuchen die unter mehreren Schritt Erde begrabenen Koschbasaltkerer zu öffnen, was eher unwahrscheinlich ist.
Sie können aber auf Tobrier stoßen, welche Schmuggelware aus ihrem Versteck holen wollen. Befragen sie die Tobrier, so können sich die Charaktere zusammenreimen, dass auch vor zwei Jahren am 11. Ingerimm eine wie Sonnenlicht scheinende Geistergestalt gesichtet wurde.

Entdeckung des Geistes

Bevor die Charaktere Praionor Derogreif befragen können verbirgt er sich in Gareths Unterwelt. Dennoch können die Charaktere in seiner Unterkunft Hinweise finden, dass er am 11. Ingerimm zur Ruine Korona will.
Betreten die Charaktere an dem Tag den ehemaligen Tempelkomplex, so zeigt sich ihnen der Geist von Lex Luxor. Nachdem die Charaktere ihm ihre Rechtschaffenheit bewiesen haben, redet der Geist mit ihnen. Er berichtet ihnen von seiner Wacht und davon, dass er diese in andere Hände übertragen möchte. Zudem drückt er seine Sehnsucht aus, dass er Verzeihung von seinem Sohn erfahren möchte.

Wider der Finsternis

Wenn den Charakteren klar geworden ist, dass sie, da der Sohn von Lex Luxor schon seit ungefähr 400 Jahren Tod ist, die Erlösung des Geistes wohl nur über Praionor Derogreif führen kann, greift dieser mit einigen Schergen die Helden an. In dem Kampf streitet auch der Geist von Lex Luxor an der Seite der Helden, jedoch wird er die Waffe nicht gegen seinen Nachfahren erheben.
Die Charaktere sollten Praionor nicht töten, sondern ihn nur gefangen nehmen, um Lex Luxors Geist die Erlösung zu ermöglichen.

Die Erlösung

Damit Lex Luxor in das Paradies des Gottes Praios einkehren kann müssen die Charaktere dafür sorgen, dass seine Wacht weitergeführt wird. Dies sollte ihnen leicht möglich sein, dann sobald das Geheimnis um den Tempel Korona der Praioskirche bekannt wird, sorgt diese dafür, dass ständig Kirchentruppen dort stationiert sind – ganz zum Leidwesen der Tobrier, die nun keinen Zugriff mehr auf ihr Versteck haben.

Daneben muss Lex Luxor noch verziehen werden, dass er seinen Sohn nicht begleitet hat. Er spürt seit dem die Schuld, dass er sein eigen Blut für seinen Gott vernachlässigt hatte.
Um Lex Luxors Geist die erwünschte Verzeihung zu bringen können die Charaktere:

  • Praionos Derogreif zum Paktbruch bringen, damit er danach den Praiosgeist vergibt. Doch wie können sie sicher sein, dass der Pakt wirklich geborchen wurde und es nicht nur eine Scharade des Paktierers ist, damit er Geist ewig auf Dere weilen muss
  • Es kann die Erinnerung von Praionos Derogreif mittels Liturgie oder Zauber erforscht werden. Darin können die Charaktere entdecken, dass seine Mutter ihm die Geschichte von Lex Luxor erzählt hat. Dieser wird als Held in der Familie verehrt, was auf seinen Sohn Greifdan zurückgeht. Er hatte also zu Lebzeiten den Verlust schon überwunden.
  • Alte Aufzeichnungen können gefunden werden, in denen die Heldenverehrung von Lex Luxor durch Greifdan dokumentiert ist. Dabei stoßen die Helden auch auf einen Hinweis zum weiteren Verlauf der Queste stoßen, welcher sie in das nächste Abenteuer führt.
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